Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 9 (September 1910)
- Article
- Z. B., Hamburg
- Date
- 1910-09-01
- Page
- 632 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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632 Im deutschen Reich. geber erhalten auf Wunsch Auskunft u. Warnung ü. e. v. Juden geleitetes Unternehmen. Näheres unter „A n t i s e m it", Adresse dieser Zeitung." — Ob sich Stockfische finden werden, die dieser Gründling anzulocken sucht? * Mcherfcha«. Veröffentlichungen öes OSnxeaus für Statistik bet Juden. Heft. 7. Die Entwicklung der jüdischen Bevölkerung in München 1875—1905. Ein Beitrag zur Kommunalstatistik von Jakob Segall, Doktor der Staatswirtschaft. Herausgegeben vom Verein für die Statistik der Juden E. V., München 1910. Verlag des Bureaus für Statistik der Juden, Berlin. Preis 3 M. „Die Statistik hat eine wächserne Nase." Ganz richtig, wenn man die allgemein übliche Verwendung statistischen Materials aus Anlaß politischer Beweisführung im Auge hat. Mit der Statistik geht es wie mit der Heilkunde. Jeder glaubt, darin sachverständig zu sein. Gebildete Leute mit Fleiß und bestem Willen, aber ohne spezifisch statistische Schulung glauben meist, ohne weiteres in der Lage zu sein, statistische. Arbeiten zu schreiben und ihre Beweisführungen mit statistischem Material zu füllen. Das führt zu den bedenklichsten Konsequenzen und hat namentlich im politischen Kampf schon manches Unheil angerichtet. Wir brauchen nur an die falschen Schlußfolgerungen zu denken, die seitens der Antisemiten aus einzelnen Erscheinungen der Kriminalstatistik gezogen worden sind. Gewiß sind zur Behandlung politischer Probleme die Resultate der Statistik unbedingt erforderlich. Das erste Erfordernis aber, das gestellt werden muß, ist die Sachverständigkeit seitens der Autoren. Darum war die Begründung des Vereins für die Statistik der Juden eine nicht nur für die Entwicklung der wissenschaftlichen Statistik, sondern auch für die Lösung politischer Fragen so wichtige Tat. Man hat vielfach befürchtet und dies scheinbar nicht ohne Grund, daß es dem genannten