Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1910)
- Article
- O. G., Berlin
- Date
- 1910-06-01
- Page
- 474 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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474 Im deutschen Meid). Zwingerstr. 8." Ihre durch den Namen „Loew" hervorgerufene Bedenken sind deshalb gegenstandslos, weil Herr Loew evang e l i s ch e n G l a u b e n s ist und weil auch, wenn er nicht die Bedingung gestellt hätte, daß es just eine Dame „christlicher Religion sein muß", der übrige Wortlaut des Inserats kaum jüdische Reslektantinnen angelockt haben dürfte. M. B., Berlin. Wir bedauern, daß Sie uns den Namen des jüdischen Buchhalters verschweigen, der in einem aus Westpreußen datierten Bewerbungsschreiben einen Maschinenfabrikanten mit den Worten empfiehlt: „Ich Lin zwar Israelit, doch v o n a n g e n e h m e m A e u ßere n." Dem Herrn hätten wir gern etwas gesagt, was ihm nicht angenehm gewesen wäre, denn für eine derartige Würdelosigkeit fehlt uns jeder parlamentarische Ausdruck. A. Li., Görlitz. Herr vr. Heidecke in Görlitz, Konsulstr. 15, ist in der von uns S. 394 des vorigen Jahrganges dieser Zeitschrift veröffentlichten Lifte der Zahnärzte, die jüdische Assistenten boykottieren, mit ausgesührt. £?., Margonin. Die „L u st i g e B e i l a g e" der „Posener neuesten Nachrichten", redigiert von Alexander Moszk o w s k i in Berlin, in der die R eise des P r i n z e n Eitel Friedrich nach Jerusalem durch eine ganze Seite voll jüdischer Karikaturen illustriert ist, scheint uns nur geeignet, Antisemiten zu ergötzen, aber auf die von der antisemitischen Seuche nicht erfaßten Christen widerwärtig zu wirken. Am 22. Mai 1908 hat Herr Alexander Moszkowski uns persönlich die Versicherung erteilt, nur harmlose jüdische Witzex -an welchen sowohl Christen als Juden Gefallen finden können, in feinem Witzblatt zu veröffentlichen. Mit dieser Erklärung ist aber die witzlose Verspottung der Inden im Heere kaum in Einklang zu bringen. & Djicherscharr. „Der Mutter Blut." Roman von R. K u r p i u n. (Phönix- Verlag Siwinna, Breslau-.Kattowitz.) Das Werk, das das politische Ringen der Deutschen und Polen in Oberschlesien schildert, wird weniger wegen seiner künstlerischen Eigenschaften, als wegen seines aktuellen Stoffes