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Im deutschen Reich · 1910-05-01 · Heft 5 (Mai 1910) · p. 397

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 5 (Mai 1910)
Article
[Ohne Titel]
Date
1910-05-01
Page
397 (sequence 3)
Language
German
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Vereinsnachrichten. 397 buch, Professor Dr. Elias Fink, Rechtsanwalt Dr. Rudolf Geiger, Ludwig Held, Julius Heymann, Richard Kahn-Freund, Rechtsanwalt Dr. Siegfried Katzen stein, Dr. med. Max Mainzer, Jaegues Oppenheim, Mayer Stern, Willy Stern, Dr. raed. Gustav Stiebet, Rechtsanwalt Dr. Ludwig Wertheimer wieder und Frau Henriette Fürth als 16. Mitglied neugewählt. Die Ortsgruppe ist seit 1. Januar 1909 von rund 400 auf 800 Mitglieder gewachsen und durch die im März inzwischen stattgehabte Anti - Taufversammlung weiter auf zunächst 900 Mitglieder gestiegen. Diese am 30. Mürz stattgehabte Vers a m m 1 u n g de s C e n - tral-Vereins war, abgesehen von der zweiten Tagung des Verbandes der deutschen Juden im Jahre 1907, die größte Veranstaltung, die jemals von jüdischer Seite in Frankfurt a. M. stattfand. Der große Saal des Kaufmännischen Vereins samt den Galerien war derart überfüllt, daß Hunderte von Besuchern stehen mußten. Derart interessierte das Thema des Abends: „Judentaufen und S t a a t s i n t e r e s s e". Beide Referenten, Herr Rabbiner Dr. Werner, München, wie Herr Landtagsabgeordneter Dr. Cohn, Dessau, entfesselten wahre Stürme des Beifalls mit ihrer Kennzeichnung der Verwerflichkeit und Jmmoralitüt der modernen Judentaufen. Der Abend brachte der Ortsgruppe auch einen -erheblichen Mitgliedergewinn, indem sofort rund 100 neue Mitglieder ihren Beitritt erklärten. Immer mehr dringt das Bewußtsein des schweren Schadens durch, den die Täuflinge durch ihren Uebertritt dem deutschen Judentum bringen. Denn sie führen unsere christlichen Mitbürger zu dem zwar falschen, aber immerhin begreiflichen Urteil, daß die Masse der deutschen Juden ebenso charakterschwach, haltlos und jämmerlich sei wie die Täuflinge selbst, die äußerer Vorteile willen, zur Befriedigung ihres Ehrgeizes, ohne innere Ueberzeugung einen Meineid leisten und unfern Kampf um unser gutes Recht diskreditieren. In gleichem Maße kömmt man immer mehr zu der Erkenntnis, daß zwischen uns und den Täuflingen und denen, die ihre Kinder der Taufe entgegenführen, ein scharfer Strich auch im gesellschaftlichen Leben gezogen werden muß.- — Die Versammlung, die auf den 20. Februar in Neust a d t ct. H. einberufen war, hat den Zweck erfüllt, die P f a l z,

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