Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1910)
- Article
- Köln
- Date
- 1910-05-01
- Page
- 395 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereinsnachrichten. :-)93 in welcher Absicht auch immer, ist unbedingtes religiöses Verbot); wenn man dem Schwörenden eine Thora oder Bibel in die Hand gibt, so hat das keine andere Bedeutung, als ihm den Ernst der feierlichen Handlung zum Bewußtsein zu bringen und die Strafe, die in der Thora auf den Meineid gesetzt ist." So weit Jecheskel Landau. Das alles ist klar und selbstverständlich, und nmn sollte eigentlich erwarten dürfen, daß derartige „die Juden" betreffenden Behauptungen mit größerer Vorsicht aufgestellt und wiederholt werden, als es hier wiederum geschehen ist." Wir haben dazu zu bemerken, daß die Aeußeruug des Or. Hellwig nicht in dieser Verallgemeinerung aufgefaßt werden sollte. Aus dem Sinne des ganzen Aufsatzes geht deutlich hervor, daß er nur Mißbräuche und Aberglauben schildern will und daß seine Darstellung sich immer nur auf einzelne der Gemeinschaft, also auch nur auf einzelne Juden bezieht. Daß aber unter den Juden ein solcher Aberglaube vorhanden war, beweist die Zuschrift, indem sie die Gelehrten anführt, die dagegen ausgetreten sind." A 'Breslau, 21. April. Bei dem Breslauer Amtsgericht hatten die beiden Hainburger Rechtsanwälte Dr. Cohen und Blitz eine Beleidigungsklage gegen einen Parteigänger des ehemaligen Reichstagsabgeordneten Schack, Döring, angestrengt, der in einer von der Ortsgruppe Breslau des „Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes" einberufenen Versammlung geäußert hat, die in Betracht kommenden drei jungen Damen hätten sich durch die Triolen-Briefe zunächst gar nicht beleidigt gefühlt. Es seien ihnen erst von den beiden jüdischen Rechtsanwälten Cohen und Blitz in Hamburg diese Beleidigung suggeriert worden. Am 20. April sollte darüber vor dem Breslauer Schöffengericht II verhandelt werden. Da aber der Verteidiger des Beklagten die Ladung weiterer Zeugen beantragte, wurde die Verhandlung auf den 25. Mai vertagt. Ueremsnachrrchte n, — - Die am (>. April in den Armin-Hallen in Berlin veranstaltete Ve r f a m m l u n g der Ort s g r n p p e SYA, die außerordentlich zahlreich besucht war, nahm dank dem