Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 4 (April 1910)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1910-04-01
- Page
- 341 (sequence 8)
- Language
- German
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Vereiusnachrnhteu. :u i juerben durch ihr berechtigtes Selbstgefühl über seine geringschätzigen Anschauungen hinwegkommen, aber die ihm anvertrauten christlichen Knaben werden durch den ihnen eingeimpften oder bei ihnen geduldeten lieblosen Rassendünkel dauernden Schaden erleiden. — Uns war ein S o n n t a g s b l a t t für evangelische Gef a n g e n e iibersandt worden, das den Zweck haben: sollte, solche Gefangene sittlich zu bessern und zum Guten anzuhalten. In einer Beilage zu diesem Sonntagsblatt (Nr. 33, Jahrg. 1909) fanden mir aber einen das Gefühl -und die Ehre der Juden verletzenden und den Juden einen Haß gegen die christliche Lehre andichtenden Aufsatz, der unmöglich veredelnd wirken konnte. Der Artikel trug die Ueberschrift: „Was fangen wir mit unseren Juden an?" und enthielt z. B. den widersinnigen Satz: „Sie (die Juden) meinen, daß unser Volk erst glücklich wird, wenn es sein Deutschtum und sein Christentum dazu aufgibt." Auf eine deshalb an den M in ist er des In n e r n von uns gerichtete Eingabe erhielten wir den Bescheid: „Soviel sich hat feststellen lassen, wird in den mir unterstellten Strafanstalten urtb Gefängnissen das mit der Eingabe übersandte „B e r l i n e r e v a n g ei ischeSo n n t a g s b l a t t" nicht gehalten. Ohne eine nähere Angabe, in welchen Strafanstalten oder Gefängnissen dieses Blatt an die Gefangenen aus gegeben wird, vermag ich daher rreitere Maßnahmen nicht zu treffen. Im Aufträge v. Kitzing." Vielleicht ist ein Leser unserer Zeitschrift in der Lage, uns zu einer zuverlässige:: Auskunft darüber zu verhelfen, iu o das Berliner evangelische Sonntagsblatt an die Gefangenen ausgegeben wird. — Im kräftigsten Mannesalter ist in P o : s d a m der Vorsteher der dortigen Synagogen.gemeinde, Herr Justizrat vr. S a l l ij I r i e d l a n der, nach langern Leiden seiner Familie und einem vielseitigen, gemeinnützigen Wirkungskreise durch den Tod entrissen worden. Was der Dahingeschiedene seiner Gemeinde gewesen:, was er als,Mitglied der Stadtverordneten- Versammlung im städtischen Interesse geleistet hat, sichert ihm bei seinen! Mitbürgern ein bleibendes dankbares "Andenken. In unseren: Central-Verein^ aber, in den: er seit 16 Jahren mit uns treu gewirkt und gestrebt hat, in dessen Sinn er