Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 3 (März 1910)
- Article
- L. G., Berlin
- Date
- 1910-03-01
- Page
- 184 (sequence 2)
- Language
- German
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184 Im deutschen Reich. sorgenden Liebe als Beschützer des deutschen Voltes vor innerer Zersetzung hätte ihm sicher großes Vergnügen bereitet! * Dr. W., Berlin. Sie tjaben recht. Die vielfach ausgesprochene Meinung, daß die Juden schlechtweg durch ihr Auftreten in Badeorten usw. zu Klagen Anlaß geben, ist in dieser Allgemeinheit stark übertrieben. Aber gegen die, welche durch unangemessene Tracht, übertriebenen Luxus und durch unbescheidenes Wesen auffallen, machen wir schärsstens Front. Diese Elemente, die dem Judentum viel schaden, zu bekämpfen, ist jeder, der es mit unserer Sache gut meint, berufen. * A. w., Charlottenburg. In der „Voss. Ztg." vom 9. Februar sucht die Gesellschaft für Marktu n d Kühlhallen, Trebbinerstr. 5, eine Stenotypistin, und fordert christliche Bewerberinnen auf, sich handschriftlich zu melden. Gegen jüdische Kunden soll die Gesellschaft kein Vorurteil hegen wie offenbar gegen jüdische Angestellte, das sollte ^aber die jüdische Kundschaft nicht kalt lassen, die sich zur Not auch ohne konfessionelles künstliches Eis behelfen kann. * — Auf mehrfache Anfragen, das Ostseebad Zinnowitz betreffend, erwidern wir, daß nach den uns zugegangenen Berichten antisemitische Belästigungen in diesem Ostseebade in den letzten Jahren nicht mehr vorgekommen sein dürften.' Insbesondere haben wir die Ueberzeugnng gewonnen, daß in Dr. med. Hellwigs ärzt l. P riv a t- Kin de r h e i m H u b e r t u s b u r g Kinder und junge Mädchen vor jeder antisemitischen Belästigung geschützt sind.