Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1910)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1910-02-01
- Page
- 122 (sequence 11)
- Language
- German
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122 Iw deutschen Reich. - Wir bitten diejenigen Leser unserer Zeitschrift, die rat verflossenen Sommer im Ostseebad Zinnowitz maven, inte baldigst davon in Kenntnis zu setzen, ob sie die uns zugegangene Mitteilung, daß antisemitische Belästigungen in diesem Ostseebad in den letzten Jahren nicht mehr vorget'ommen seien, bestätigen tonnen. — Der Vorsitzende des Vorstandes der jüdischen Gemeinde Lauenburg in Pommern, Dr. med. H irsch - b e r g, ist zum K r e i s t a g s a b g e o r d n e t e n gewählt worden. Es ist das erstemal, daß ein Jude Mitglied des dortigen Kreistages geworden ist. * Briefkasten. G Berlin. Die Einfälle des „M eiste r H ä m nt e. rlein" in der „Schmiedeecke der Staatsbürger-Zeitung" sind unverkennbar auf den Geschmack eines Leserkreises berechnet, dessen Kulturniveau die Redaktion des Antisemitenblatres sehr niedrig veranschlagen muß. Am Neujahrstage gab Meister Hämmerlein nachstehenden feinen Witz zum Besten: „Bei Palästina" und den „Mitbürgern" fällt mir auch ein, daß der Hansabund hat bekommni ä neuen „Direktor". Er kommt direkt aus Posen und heißt Knobloch! Mehr kann der Hansabund nicht verlangen!" — Woher der Genius des Meister Hämmerlein kommt, läßt sich ahnen, aber nicht erörtern. „Nachbarin, Euer Fläschchen!" S. H., £xi&enwalbt. Die im Dezemberheft unserer Zeitschrift enthaltene Mitteilung, daß in Preußen das Schüchtv erbot nur noch in Angermünde und Luckenwalde aufrecht erhalten werde, haben wir einem Bericht über eine am 29. Oktober v. I. in der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung stattgefundenen Debatte entnommen. Die von authentischer Seite uns zugegangene Mitteilung, daß in Luckenwalde kein Schachtv erbot besteht, vielmehr die angeregte Einführung eines solchen seinerzeit von den Stadtverordneten einstimmig abgelehnt worden fei, gereicht uns zur lebhaften Befriedigung. p. Magdeburg. Daß die rituelle Schlachtmethode wesentliche Vorzüge vor der von den Tierschutz-