Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1910)
- Article
- Elmshorn
- Date
- 1910-02-01
- Page
- 109 (sequence 2)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 109 II. Führungs-Attest. Der Gefreite Selig Nathan Oppenheim, aus Elmshorn gebürtig, 25 Jahre alt, seit dem 14. September 1848 in hiesigem Dienste und zwar bei der 2. Kompagnie 15. Infanterie-Bataillons, hat sich nicht allein zur vollsten Zufriedenheit geführt, sondern sich stets vor seinesgleichen hervorgetan. Der Oppenheim avancierte wegen seiner in dem Gefecht bei Helligbeck und bei Jdstedt an den Tag gelegten Bravour zum Gefreiten, zeichnete sich dann in dem.Gefecht bei Missunde rühmlich aus, und wurde ihm ferner wegen seines während des Sturmes auf Friedrichstadt bewiesenen männlichen Mutes und seiner Ausdauer von Sr. Exzellenz dem kommandierenden General Herrn von Meliesen eine goldene schleswig-holsteinische - Denkmünze als Anerkennung zuerteilt; bei Friedrichstadt wurde der p. Oppenheim an dem linken Oberarm schwer verwundet. Heide, den 15. März 1851. L. S. gez. von Herzberg, Hauptmann und Chef der 2. Komp. 15. Batt. ) ( Frankfurt a. SIT., 9. Januar. Der „Frankfurter Ztg." wird aus London berichtet: „Der Schatzkanzler Lloyd George veröffentlicht ein Schreiben an einen jüdischen Wähler, in dem er mit Energie die konservative Aeußerung zurückweist, daß seinen abfälligen Bemerkungen über Lord Rothschild antisemitische Tendenzen zugrunde liegen. Lloyd George versichert, schon weil er als Welscher selbst Angehöriger einer kleinen und lange unterdrückten Rasse sei, sympathisiere er mit den Juden. Gleichzeitig ergreift er aber die Gelegenheit, den englischen Juden zu sagen, daß sie ihre Emanzipation ausschließlich der liberalen Partei verdanken und daß Lord Rothschild ohne diese nicht im Oberhause sitzen würde, eine Mahnung, die angesichts der heftigen Parteinahme vieler reicher Juden für die Reaktion zeitgemäß ist." X Dresden, 21. Januar. Nach einer Mitteilung der antisemitischen Dresdener „Deutschen Reform" ist der Landgerichtsdirektor Menz in Dresden, der, wie erinnerlich, in einem von ihm gefertigten Urteile die Juden ganz allgemein wucherischer Neigungen bezichtigt hatte, der-