Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1910)
- Article
- Die Juden im Heere [Rezension]
- Date
- 1910-01-01
- Page
- 57 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Büch er sch au. 57 fassender Weise ist. das gesamte Material historischen und statistischen Charakters gesammelt.. Und nicht nur allein für das deutsche Kontingent, sondern auch für das Ausland ist über die Tüchtigkeit, Zahl und Brauchbarkeit der Juden als Soldaten das Material zusammengetragen. Man kann wohl sagen, daß die Schrift in erschöpfender Darstellung, Korrektheit der Abfassung und Leidenschaftslosigkeit der Schilderung mustergültig ist.. Auch demjenigen, der sich mit der Materie schon eingehend beschäftigt.hat, wird durch die vollständige Zusammenfassung der Tatsachen ein wertvoller Leitfaden gegeben. Wir können allen unseren Ortsgruppen und Mitgliedern die Anschaffung des Büchleins warm empfehlen und namentlich auch raten, es in den Kreisen christlicher Bekannter nach Tunlichkeit zu verbreiten. Es ist geeignet, aufklärend und beruhigend zu wirken, und wird sicherlich überall den besten Eindruck hinterlassen. .. Traurig ist allerdings, wenn, man bei der Lektüre sehen muß, wie Juden, speziell in Deutschland, überall ihre Verpflichtung als Soldaten auf das treueste erfüllt haben, ohne nur eine einigermaßen gerechte Behandlung zu erfahren. Man wird nicht behaupten können, daß dieses Kapitel dem Gerechtigkeitssinn des deutschen Volkes besondere Ehre macht. L. H. Krattl am werbe. Von Käthe S t u r m f e l s. Verlag von . Max Seyfert in Dresden. Wenn. es noch eines Beweises bedurft hätte, daß der Antisemitismus gleichbedeutend ist mit Rückständigkeit, Frau (?) Käthe Sturmfels hätte ihn erbracht. Was in diesem, knapp 120 Oktavseiten umfassenden Büchlein an rückständigen, unbewiesenen Behauptungen, die von abgedroschenen, nichtssagenden Redensarten durchsetzt sind, geleistet wird, ist geradezu erstaunlich.; Ich denke, es verbirgt, sich hinter dem Namen der Vexfasserin ein männliches Pseudonym; denn es will mir nicht einleuchten, daß eine Frau ihre Geschlechtsgenossinnen so wenig kennen,, so wenig Verständnis für die Führerinnen der heutigen Frauenbewegung haben sollte. Auf welchem Parteistandpunkt man auch stehen mag, die Achtung kann man doch denen nicht versagen, die es ernst nehmen mit ihrem Wollen, die in ernster, hingebender Arbeit