Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1910)
- Article
- Th. S., Berlin
- Date
- 1910-01-01
- Page
- 52 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Im deutschen Reich. Blättern" lesen: „Anfrage. Wer kann und will sich den Dank des Anfragers verdienen durch eine Mitteilung darüber, ob die Trikotagen-Firma Rinn e b er g L C o. in H a l l e a. S. in deutschen oder jüdischen Händen befindlich ist?" A. Wl., Berlin. Ohne jüdische Inserate wäre die judenfeindliche „Staatsbürger-Ztg." vielleicht längst selig entschlafen. Mit dieser Krücke humpelt sie mühsam weiter: Vorn rettet Pudor den Mittelstand und hinten macht W. Wertheim bekannt, was jemals inWarenhä u s e r n inan fand. Den Antisemiten als Abonnent, den Warenhäusler als Inserent, dazu gehört doch gewiß Talent! G. B., Magdeburg. Wir haben mit dem Herausgeber des betreffenden Werkes uns seinerzeit in Verbindung gesetzt und ihn darauf aufmerksam gemacht, daß die darin enthaltene Bemerkung: „Moloch, eine Personifizierung der verderblichen Gewalt der Sonne, ursprünglich ein Gott der Phönizier, dann der Juden, die ihm Kinder opferten", auf eine irrtümliche Auffassung zurückzuführen sei. Moloch war nie ein Gott der Juden, und wenn ihm in Zeiten, die züm Rückfall ins Heidentum neigten, in Anlehnung an heidnische Kulte von einzelnen Juden Opfer gebracht worden sind, ist dies bekanntlich von den Lehrern des Judentums, den Propheten, auf das schärfste getadelt und als schwere Sünde heftig bekämpft worden. Der Herausgeber des von Ihnen gemeinten Werkes hat uns geschrieben: „Ich bin selbstverständlich, schon im Interesse der Vervollkommnung meiner Ausgabe, gern bereit, etwaige Jrrtümer, die mir bei meiner Arbeit unterlaufen sind, zu berichtigen. Ich tue dies in dem vorliegenden Falle um so Lieber, als ich mich von engherzigen Vorurteilen gegen das Judentum frei weiß. Es sollte mir sehr leid tun, wenn ich durch meine Anmerkung unabsichtlich falschen Anschauungen über die jüdische Religion und ihre Einrichtungen Vorschub geleistet hätte. Ich habe die Verlagsbuchhandlung ersucht, bei einer Neuauflage aus der Anmerkung die Worte „dann der Juden" zu streichen." I. I., Danzig. Das Thema der „jüdischen Sanitätsoffiziere" scheint unerschöpflich — wenigstens in Friedenszeiten. Die antisemitische Volkskrankheit verblendet gegen das Unheil, das der Aerztemangel im Heere auch