Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1909)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1909-12-01
- Page
- 713 (sequence 11)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 713 nächst Herrn Rechtsanwalt Dr. Herzfeld das Wort zu seinem Referat „Des deutschen Juden Pflicht". In begeisterten Worten setzte der Redner auseinander, wie der deutsche Jude angefeindet wurde und wie unser Verein den Weg gefunden habe zur energischen Bekämpfung des Antisemitismus und zur Stärkung des jüdischen Selbstbewußtseins. Reicher Beifall wurde dem Redner für diese Ausführungen zuteil. Sodann sprach der Syndikus des Central- Vereins, Herr Rechtsanwalt Dr. Holländer, über das Thema: „U n s e r e A r b e i t u n d u n s e r e E r f o l g e." Ausgehend von einem liberalen Flugblatt, das man ihm kurz vor der Versammlung überreicht hatte, legte er den Zuhörern dar, wie unser Verein arbeitet. An mehreren Beispielen zeigte der Redner, wie teils durch Aufklärung, teils durch Eingaben an die Behörden der Central-Verein es verstanden habe, den Antisemiten das . Wasser abzugraben. Den fast einstündigen Ausführungen folgte ein wahrer Beifallssturm. Nach einer längeren Diskussion wurde die Ortsgruppe Duisburg gegründet. In den Vorstand sind folgende Herren gewählt worden: Siegmund Amberg, Rabbiner Dr. Neumark, Rechtsanwalt Saul, Leopold Kaufmann, Dr. med. Wolf, Referendar Rosenthal und Philipp Vasen in Ruhrort. Eine Reihe neuer Mitglieder trat gleich an diesem ersten Abend der Ortsgruppe bei. — Am 17. November fand eine Propagandaversammlung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in Coblenz statt. Der Landesausschuß für Rheinland und Westfalen hatte dazu eingeladen und ein aus Vertretern der Synagogen-Gemeinden Coblenz, Neuwied, Mayen, Andernach, Bendors und Vallendar gebildeter Ortsausschuß sich dieser Einladung angeschlossen. Rechtsanwalt Dr. H erzfeld-Essen eröffnete und leitete die Versammlung. Nach Begrüßung durch einen Vertreter des Ortsausschusses sprachen in durchaus fesselnder Weise Rechtsanwalt A b e l - Essen über das Thema: „W a s w o ll e n wir?" und der Vereins-Syndikus Rechtsanwalt Dr. H olländer - Berlin über: „Unsere Arbeit und unsere Erfolge." Im Anschlüsse an diese Referate betonte -der Versammlungsleiter besonders zwei Tatsachen: Wir Juden wollen uns unser. Deutschtum bewahren. Wo