Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1909)
- Article
- Hannover
- Date
- 1909-12-01
- Page
- 699 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2316602-2316779-2316790--19776-2342596- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Korrespondenzen. 699 dem Aufsichtsrar vorlegte, ergab jich, daß' von privater Seite dem Unternehmen 26 500 Mark zugeführt wurden. Der Verein zur Förderung der Bodenkultur und die Bodenkulturgesellschaft zu Berlin sind bis letzt mit ungefähr 41060 Mart beteiligt, der Hilfsverein der deutschen Juden mit 5000 Mart., mit dem ganzen Rest die Alexander und Fanny Simonsche Stiftung. Während der Etat im ganzen balanciert, gibt die Viehhaltung bereits Ueberschüsse. Von Anfang Marz bis zum 1. Oktober d. I. wurde itadj den Berechnungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschast, von deren Verwaltung die Abschlüsse der Gesellschaft vollzogen werden, durch Aufzucht-und Mästung ein Reingewinn von annähernd 3000 Mark erzielt. % Köln a. Rh., 4. November. Scharfe Aeußerungen der „Berliner Neuesten Nachrichten" und anderer Blätter über das in München erscheinende „ultramontane" Witzblatt „Grobian" haben die katholische „Köln. Volkszeitung" veranlaßt, sich entschieden dagegen zu verwahren, daß man die Elaborate des „Grobian" dem Zentrum und den Katholiken an die Rockschöße hängt. Die „Köln. Volkszeitung" sagt: „Was es mit demselben aus sich hat, lehrt die Zuschrift eines Münchener Bürgers an die „Tremonia", in der ausgeführt wird: „Das Blättchen erscheint unter „Ausschluß der Öffentlichkeit" und liegt meines Wissens auch nicht in einem Restaurant oder Kasfeehause auf. Der Herausgeber, Verleger und Redakteur, ein gewisser Leib, zieht selbst als Kolporteur des Blättchens in den Wirtschaften herum, um seine große Auflage unter das Publikum zu bringen. Bon einer Verbreitung auf dem Lande kann erst recht keine Rede fein. Mit dem Zentrum hat L. und deir Grobian nichts zu t u n; 2 eib ijt ilnti] t mit und bringt gegen 3 e n t r u m und Zentrumsleute mehrfach Artikel und Gedichte, -die gerade so gemein und abgeschmackt sind wie seine Tiraden über Luther. So wurde er vor drei Jahren zu einer empfindlichen Freiheitsstrafe wegen Beleidigung des damaligen Chefredakteurs des Bayer. Kurier (Hrn. H. Siebertz) verurteilt. Anläßlich des Umstandes, daß der Verlag des Kurier (die Manz-Gesellschaft) Inserate jüdischer Firmen nicht zurückwies, bezeichnete er den Chefredakteur als „Judenknecht, von Judengeld bestochen! Ehrlos