Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 11 (November 1909)
- Article
- B. M., Hamburg
- Date
- 1909-11-01
- Page
- 664 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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664 Im deutschen Reich. einen wahrscheinlich durch undeutliche Schrift veranlaßten Druckfehler zurückzuführeu ist, bedarf wohl kaum der Versicherung. Es sollte nicht die Zahl „25", sondern „23" gesetzt werden! Am 25. September befand sich niemand im Bureau, das schon am 24. September nachmittags geschlossen wurde. G. S., Leipzig. Daß der „D eutsch-nationale Handlungsgehilfen-Berb and" bei der Vertretung seiner BerufsinLeressen sich auf einzelne günstige Urteile von Autoritäten berufen konnte, war uns nicht unbekannt. Wir haben aber festgestellt, daß damit in keiner Weise die Gesamttätigkeit dieses Verbandes, seine politische Schleppenträgerei oder gar seine antisemitischen Tendenzen von diesen Autoritäten irgendwelche Billigung erfahren haben. Bekanntlich gibt der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband eine Broschüre heraus: „Wie urteilen Freund und Feind über den Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Berband?" Auf Seite 2 dieser Broschüre steht an erster Stelle: „Geh. Hofrat Prof. Or. Sohm-Leipzig, am 4. August 1901: Jeder Gebildete muß Ihre Bestrebungen unterstützen." An anderer Stelle: „Ihre Sache ist nicht bloß Ihre Sache, sondern es ist Sache des Volkes, eine nationale Sache, und darum müssen alle, welche Verständnis für die großen Aufgaben unserer Gegenwart besitzen, und alle Gebildeten auf Ihrer Seite stehen, sobald sie erkannt haben, um was es sich handelt." — Da es uns unwahrscheinlich war, daß Herr Geheimrat vr. Sohm alles billigen könne, was der Verband getan hat und noch tut, haben wir uns seinerzeit an den Herrn Geheimrat mit einer bezüglichen Anfrage gewandt, die in folgender Weise beantwortet wurde: Leipzig, 17. Juni 1909. An den Central-Verein Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, r , r , Berlin. Hochgeehrter Herr! Die Bestrebungen des Deutschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes habe ich gebilligt und unterstützet, weil und insofern der Verband eine Gehilfen-Organisation darstellt. Die antisemitischen Bestrebungen des Verbandes zu billigen und zu unterstützen, war n i ch t meine Absicht. In vorzüglicher Hochachtung gez.: Prof. Dr. R u d. Sohm.