Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 11 (November 1909)
- Article
- K. B., Berlin
- Date
- 1909-11-01
- Page
- 663 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Briefkasten. 663 35 e ft r e b it n g e n. Dies wurde uns durch ein Bereinsmitglied bestätigt, das uns gleichzeitig auf Veranlassung des Herrn Stiller mitgeteilt hat, daß dem Angestellten wegen jener Handlung seine Entlassung angekündigt wurde. G. M, Berlin. In der im Juni d. I. von uns veröffentlichten Liste der Zahnärzte, die jüdische Assistenten boykottieren, war auf Grund eines Inserats Herr Zahnarzt E. B o d e n st e i n in Dortmund mit aufgesührt. Herr Bodenstein hat uns inzwischen wiederholt mitgeteilt, daß er keine antisemitischen Tendenzen verfolge. Er habe in dem kürzlich stattgefundenen Wahlkampfe in der Reinoldi-Gemeinde seine liberale Gesinnung in Wort und Schrift betätigt und leg-t Wert daraus, auch über seine Stellung Andersgläubigen gegenüber volle Aufklärung zu geben. Wir bringen dies gern -zur Kenntnis unserer Leser, da wir davon überzeugt sind, daß Herr Zahnarzt Bodenstein künftigen Bewerbern um eine Assistentenstelle gegenüber seine freisinnige Gesinnung bekunden und nur nach der Befähigung und nicht nach der Konfession fragen wird. G. I}., Bnnzlcrrr. In dem vorigen Hefte dieser Zeitschrift berichteten wir, daß Herr Geh. Sanitätsrat Dr. Böters in Görlitz ein Inserat 'erlassen habe, in dem er für seine chirurgische Privatanstalt einen christlichen Assistenten suchte. Im Anschluß hieran erwähnen wir eine Verhandlung in der Aerztekammer für Schlesien über den Mangel an Assistenten an öffentlichen und privaten Krankenhäusern und die Ursache dieses Aerztemangels und die Abhilfe dieses Notstandes. Das Referat hatte Herr Geheimrat Dr. Bökers in Görlitz. In der Diskussion betonte in wirksamer Weife Herr Sanitätsrat Dr. Reich- Breslau, daß diesem Notstände abgeholfen werden könnte, wenn man endlich davon absehen würde, die jüdischen Aerzte durch die berüchtigte Formel- „Angasbe der Konfession" von der Bewerbung auszuschließen. Die jüdischen Kollegen in der Aerztekammer sprachen Herrn Sanitätsrat Dr. Reich ihre unverhohlene Genugtuung über seine freimütigen Aeußeruugen aus. Herr Geheimrat Dr. Bökers wird wohl auch darüber Nachdenken. V. M., Hamburg. Daß in der sich auf S. 604 des vorigen Hefts befindlichen Bemerkung: „Redaktionsschluß dieser Nummer 25. September 1909" die Zahl 25 auf