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Im deutschen Reich · 1909-11-01 · Heft 11 (November 1909) · p. 662

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 11 (November 1909)
Article
C. N., Berlin
Date
1909-11-01
Page
662 (sequence 2)
Language
German
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662 Im deutschen Reich. ihrem Hause auch ein junget christlicher Kaufmann, an dessen Wohlergehen und Bestrebungen sie lebhaften Anteil nahmen. Eines Tages fand ich beide in großem Kummer, und unter Tränen erzählten sie mir: „Wir sind unglücklich, weil sich — Schulz mit einem Inden assoziiert hat." Auf mein Staunen, daß gerade sie sich darüber so aufregten, erwiderten sie: „Das verstehen Sie nicht. Ein Christ darf sich mit keinem Juden geschäftlich verbinden. Der Jude wird ihn dann immer betrügen. Jude gegen Jude ist ehrlich, aber daß ein Jude den Christen ü b e r v o r t e i l L, das liegt in ihm drin, das i st so im jüdischen Gesetz. Sie werden sehen, um ein Jahr ist Schulz ruiniert und der Jude hat alles. Dann werden wir, die wir seine Freunde sind, darunter zu leiden haben. Warum hat er uns nicht vorher gefragt; wir hätten ihm entschieden von dem Schritt abgeraten. Sie sind unsere Zeugin, daß wir keine Schuld haben, Sie müssen dann für uns eintreten." — Das Jahr war kaum um, da traf ein, was die Schwestern vorausgesagt hatten. Ihr christlicher Freund war völlig zugrunde gerichtet." Es wäre nicht zu verwundern, wenn die verehrlichen Leser der „Staatsbürger-Zeitung", sobald ihnen weiter solches Gefasel a 1a Dahsel ausgetischt würde, allzumal an Darmverschlingung elend zugrunde gehen, bevor ein Jahr kaum um ist. Entsetzlich!! €. §., Berlin. Wir stimmen mit Ihnen darin vollständig überein, daß der in der „Staatsbürger-Zeitung" am 24. September veröffentlichte Artikel „D er Antisemitismus der Juden" (von einem Juden) entweder von der Redaktion des Antisemitenblattes fabriziert oder dort von einem Täufling angebracht wurde. Ein Jude schreibt derartigen Unsinn nicht und hat viel zu viel Würde, um seine Meinung durch die „Staatsbürger-Zeitung" öffentlich bekannt zu geben. K. V., Berlin. Die im vorigen Heft dieser Zeitschrift enthaltene Notiz, S t i l l e r s S ch u h w a r e n h a u s betrefsend, ergänzen wir durch die Mitteilung: Herr Carl Stiller hat uns geschrieben/der Zusatz „Christ" .in seinem Inserat sei aus die eigen m ächtige H a n d l u n g eines Äugest eilten zurückzuführen. In den später erschienenen Anzeigen sei der Zusatz weggelassen; die Inhaber der Firma „Schuhwarenhaus Stiller" huldigten keinen a n t i s e m i t i s ch e n

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