Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1909)
- Article
- Apotheker, die bei Ausschreibung von Stellen jüdische Bewerber ausschließen
- Date
- 1909-10-01
- Page
- 599 (sequence 3)
- Language
- German
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Bttcherschau.. 599 Stendal: Borchardt, Adler-Apotheke. Storkow i. Mark: Unruh, Verwalter. Treffurt b. Eisenach: E. Schweisfurth. Vetschau am Spreewald: Or. H. Selle. Waldenburg i. Schl.: C. Schumann. Wanne: L. Loets i. Laar i. Ostfriesland. Weißenberg, Bez. Dresden: Schellschmidt. Weiß stein b. Salzbrunnen: Drewitz. Wesel a. Rh.: Wilhelm Rosenkranz, Schwanen-Apotheke. Wustrow (Hann.): Waldmann. Zahna: Werth. Z eil a. H. (Baden): C. Ströher, Marien-Apotheke. „Aber öie Rücksicht auf öas Geschäft." Ein jüdischer Apotheker, der von dem Besitzer der Apotheke zum Greif in Spandau als Assistent engagiert war, erachtete sich als verpflichtet, dem betreffenden Herrn mitzuteilen, daß er Jude sei. Darauf ging ihm folgendes Schreiben zu: „Sehr geehrter Herr! Unter den in Ihrem gestern eingetroffenen Briese mitgeteilten Umständen muß ich allerdings auf Ihre Mitarbeit in meinem Geschäfte zu meinem großen Bedauern verzichten. Persönlich würden Ihre Religionsansichten kein Hindernis für mich sein, aber die Rücksichten auf das Geschäft, denen ich mich doch nicht verschließen daxf, zwingen mich dazu, den von Ihnen selbst angebotenen Weg, das eingegangene Vertrags- Verhältnis zu lösen, zu gehen. Ich muß also den abgeschlossenen Vertrag als nicht zu Recht bestehend betrachten. Hochachtungsvoll B. Herzberg/' * KLcherscha«. Deutsche Geschichte von Ginharrt. Leipzig. Dieterich chsche Verlagsbuchhandlung (Theodor Weicher) 1909. Da der „reine" Antisemitismus mit seinen ausschließlich destruktiven Tendenzen schon lange nicht mehr recht