Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 9 (September 1909)
- Article
- M. L., Duisburg
- Date
- 1909-09-01
- Page
- 535 (sequence 1)
- Language
- German
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lUjlt Jl. M. £., Duisburg. Wir nehmen davon Kenntnis, daß das dortige Hotel z lt m P r i n z - R e g e n t e n, das früher einen antisemitischen Charakter gehabt hat, jetzt von einem durchaus vorurteilsfreien Besitzer geleitet wird. Fr. p., München. Die „N eue Bayerische L a n d e s z e i t u n g" in Würz bürg sucht in der letzten Zeit häufig ihren Antisemitismus 51t bemänteln. Wie es in Wahrheit mit ihrer Objektivität bestellt ist, mag ein Gedicht beweisen, das in der Nummer vom 5. Juli d. I. in der volkswirtschaftlichen Beilage „Bauernbund" als Abdruck aus dem berüchtigten „Kikeriki" aufgenoinmen wurde. Das Gedicht lautet: „Lieber noch zehn Hagelwetter, Als ctif einz'gen Jnd' zmn „Retter", Rückt die goldne Schnittzeit an, Kommt der Jud' als „Aehrennrann". Weist ihn aber bündig ab! Denn er will nur einen „Schab". Bauer, merke dir das gilt, Wenn du willst Profit: Siehst im Korn du einen Jud', „Drisch" noch vor dem „Schnitt"! Betritt der Jtzig Flur und Feld, Dann wandert fort von: Baller *§ Geld." Eine Zeitung, die aus einem Blatt von der Niedrigkeit des „Kikeriki" ihre Anlehen machen muß, ist genügend gekennzeichnet. G., Nürnberg. Die antiseulitischen Aeußerungen des Hausverwalters der E. M ü h l täte r s ch e n B u ch - druck er ei, A.-G., München, beruhen auf Tatsachen; dem Anfsichtsrat dieser Gesellschaft gehören zwei Glaubensgenossen — der Vorsitzende in Regensburg, der zweite in München — ent; leider waren unsere Vorstellungen unt Remedur bei diesen beiden Herren vollständig resultatlos. Wir müssen es unfern Mitgliedern überlassen, ob sie künftig einer Druckerei Aufträge erteilen wollen, die jüdische Mieter in so gehässiger Weise abweisen läßt. Dy. Otto Kohlet, Karlsbad. Obgleich das Grand- E t a b l ff s e m e n t S a n s s 0 u c t i n Karl s b a d auf Grund