Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1909)
- Article
- S. St., Würzburg
- Date
- 1909-06-01
- Page
- 391 (sequence 2)
- Language
- German
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Bücherschau. 391 würde er einer der ersten fein, der dagegen wäre. Die früher gestattete Geschäftszeit für Grossisten und Detaillisten von 1 bis 9 Uhr beschloß man, in Wegfall zu bringen. L>. V., Wien. Bei der Berliner Schöffengerichts-Verhandlung über den Redakteur der „Großen Glocke", die mit der Freisprechung des Angeklagten endigte, war die Oeffentlichkeit ausgeschlossen. Trotzdem ist bekannt, daß die Behauptung des dortigen antisemitischen „Deutschen Bolksblattes", daß dem beteiligten Frauenklub „in überwiegender Mehrheit Jüdinnen angehören", vollständig unbegründet ist, vielmehr nicht eine einzige Jüdin der „Neuen Damengesellschast" angehört hat. In keinem hiesigen Blatte ist von der Beteiligung auch nur einer Jüdin etwas erwähnt worden; es handelt sich hier also nur um eine Erfindung der Redaktion des Wiener Antisemitenblattes. Mcherschau. Gmil Lehmann. Gesammelte Schürften. Zweite Auslage. Herausgegeben von seinen Kindern. Der Reinertrag ist für die Emil Lehmann-Stiftung in Dresden bestimmt. Verlag von C. Weiskes Buchhandlung (Georg Schmidt), Dresden. Preis 1,25 Mk. In der Reihe der deutschen Volksvertreter jüdischen Bekenntnisses wird der am 25. Februar 1898 im siebzigsten Lebensjahre verstorbene Denker und Dichter, Emil Lehmann, der sich als ein Verteidiger des Rechts, der Gewissens¬ und Gedankenfreiheit einen unvergeßlichen Namen erworben hat, stets einen Ehrenplatz einnehmen. Was er im sächsischen Landtage als Vertreter des fünften Wahlkreises der Stadt Dresden, was er lange Jahre hindurch als Mitglied der Dresdner Stadtverordnetenversammlung, bezw. als Vizevorsteher derselben, was er als ein hervorragendes Mitglied der Sächsischen Fortschrittspartei aus politischem Gebiete geleistet hat, sichert ihm für alle Zeiten nicht nur in jüdischen Kreisen ein dankbares, verehrungsvolles Gedenken. Der seltene Mann hat aber durch zahlreiche vorzügliche Schriften, von denen die meisten und die besten der Verteidigung der Rechte seiner Glaubensgenossen, der Verherrlichung der Glaubens-