Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1909)
- Article
- Crefeld
- Date
- 1909-06-01
- Page
- 378 (sequence 2)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. Kaufmannsschule heranzuziehen ist, erst dann in Erwägung gezogen werden kann, wenn die von der Gesetzgebung beabsichtigte offizielle Vertretung der Handlungsgehilfen besteht. Einzelnen Handlungsgehilfen-Verbänden mit bestimmten politischen und sozialen Tendenzen eine Mitwirkung bei der Verwaltung unserer Anstalt einzuräumen, sehen wir uns nicht in der Lage. Der hiesige kaufmännische Verein, dessen jeweiliger Vorsitzender dem Schulvorstande angehört, nimmt insofern eine Ausnahmestellung ein, als er zu den Mitbegründern unserer Anstalt zählt. Uebrigens zeigt die günstige Entwicklung unserer Kausmannsschule und die Anerkennung, welche ihre nunmehr zwanzigjährige Wirksamkeit ganz allgemein gefunden hat, daß der Schulvorstand in der bisherigen Zusammensetzung seine Aufgaben in vollem Umfange erfüllt." § ßxani^uxi a. M., 13. Mai. Drei Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, die bisher der „Mittelstands- Partei" angehörten, die Herren Jung, Fromm und Siedler, sind aus der Partei ausgefchieden, mit deren antisemitischen Tendenzen sie nicht einverstanden waren. cf VTaunschwerg, 3. Mai. Wie der Bericht des hiesigen I ü d i s ch e n I u g e n d b u n d e s für das Bereinsjahr 1908/09 ergibt, zählte dieser Bund hier am Ende des ersten Bereinsjahres 103 ordentliche und 58 außerordentliche Mitglieder, was bei einer jüdischen Gemeinde von nur 850 Seelen sicher als ein erfreuliches Ergebnis bezeichnet werden kann. Durch zahlreiche Vorträge und Referate, deren Themata zumeist dem Gebiete der jüdischen Geschichte und Literatur wie auch vor allem der jüdischen Tagesfragen entnommen waren, durch den Beitritt zum jüdischen Literaturverein, durch Anteilnahme an dessen Veranstaltungen und Benutzung von dessen reichhaltiger Bibliothek, durch den Anschluß an den „Central- Aerein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens" hat der Bund wohl zur Genüge bewiesen, was er innerlich will, nämlich, daß sich die jüdische Jugend mit Feuereifer dem Ideale jüdischen Selbstbewußtseins hingibt und das Interesse für jüdische Fragen in sich weckt, um so dahinzuarbeiten, daß das Judentum auch eine Zukunft haben soll, die sich seiner einstigen ruhmreichen Vergangenheit nicht zu schämen braucht. Der Begründer des Braunschweiger „Jüdischen