Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- Sozial- und Wirtschaftsgeschichte der Juden im Mittelalter und der Neuzeit [Rezension]
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 324 (sequence 2)
- Language
- German
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324 Jur deutschen Reich. treten, oder aber das Produkt ihrer Umgebung und nur zwangsweise nach einer bestimmten Richtung abgelenkt. — Die anziehende und flüssige, von wissenschaftlichem Ballast (der in die Anmerkung verwiesen ist) unbeschwerte Sprache des Buches dürfte dazu beitragen, ihm den Weg in die Greife der Gebildeten zu bahnen, aufklärend und erhellend zu wirken und alteingewurzelte Vorurteile durch das Licht redlicher Forschung zu zerstreuen." — Ortsgruppen, d i e anregende Vorträge aus ihrer e i g e n e ix M itte st e l l e n wollen, e m p s e h l e n wir dringend, aus d e in reichen Inhalt d e s B u ch e s M a t e r i a l zu Referaten a u s z u ähle n. Jahrbuch für jüdische Geschichte und Literatur. Herausgegeben vom Verbände der Vereine für jüdische Geschichte und Literatur in Deutschlands Mit Beitrügen von A. B e rl in e r, Magnus Co hn , Ulrich F r an!, Gustav K a r P e l e s , Victor K l e m p e r e r, Kaufmann K o h l e r , Hermann K o r n f e l d , Moritz L a z a r u s , Siegfried L i ch t e n st ä d t e r , Josefa Metz, Martin P h i l i p p s o n und Heinrich D o r k - S t e i n e r. Band XII. Berlin 1909. M. Poppelauer. 80, 274J-52S. Gleich den früheren enthält auch der zwölfte Band des Jahrbuchs für jüdische Geschichte und Literatur, der im Mürz 1909 erschienen ist, viel Interessantes und mancherlei, was auch die Bestrebungen unseres Vereins zu fördern geeignet ist. Zum Beispiel betont P h i l i p p s o n in seinem lehrreichen Rückblicke auf das Jahr 5668 mit Recht, daß, wenn dieses auch keine aufregenden und einschneidenden Ereignisse für unsere Glaubensgemeinschaft gebracht hat, und es scheint, „als ob die wilden Gewässer des Antisemitismus sich einigermaßen verlaufen", doch „die langgehegte Rassenseindschaft, die künstlich genährte Roheit und Ungerechtigkeit der Gesinnung in jedem Augenblicke den Sturm wieder entfesseln" können. So haben, wie derselbe Autor hervorhebt, wir Juden allen Grund, auf der Wacht , zu bleiben und gegen jedes Unrecht, das uns als Israeliten zugefügt wird, mit geeinigter Kraft anzukämpfen!" Nützlich ist auch der Ratschlag, die Durchführung der verfassungsmäßigen Gleichstellung'nicht nur in bezug aus die Unpellnng als Offizier sondern auch in