Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- P. G., München
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 320 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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320 Im deutschen dleiä). s c m i t c n gegen bi c j ü b i) ch c R e I i g t o n ober b i e Jude n i in all'ge meinen gerichteten Angriffe t a t s et ch l i ch Be r l e it m b it n g e n s i n d", ist bas im „Deutschen Volksblatt" einfach — wir wollen schonend sagen — weggelassen! Dagegen zitiert Wenng Klagen, die der christliche Theologe Strack in absichtlicher Objektivität nur mit dem Zusatz wiedergibt: „Wir können nicht untersuchen, wo und wie diese Klagen begründet sind" — er läßt aber „weislich" hinweg, daß Strack dann sagt: „Zweitens ist es unsere Pflicht, den Juden gegenüber in Wort und Tat N äch stenliebe zu üben. Wir dürfen unsere Liebe nicht auf unsere Glaubensgenossen beschränken (vgl. Gal. 6, 10), sondern müssen uns immer an die in dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter erhaltene Lehre erinnern (Ev. Lue. 10). . . . Wenn wir mit unserer Umgebung unzufrieden sind, müssen wir erst fragen, was unser Fehler ist. Lasset uns selbst besser werden, dann wird auch der Stand aller Angelegenheiten besser werden!" 2?., Karlsruhe. Die Ihnen im Januarheft, S. 57, erteilte Auskunft hat Herrn Zahnarzt T r e b st in Co eth e n veranlaßt, an ein Mitglied unseres Vereins nachstehendes Schreiben zu richten: „Zu meinem größten Bedauern habe ich hören müssen, daß ich durch eine Annonce in einem wissenschaftlichen zahnärztlichen Blatte dadurch bei mir sehr werten Patienten Anstoß erregt habe, daß ich einen Vertreter (Christ) zwecks Vertretung gesucht habe. Ich muß recht sehr bedauern, daß aus dem Worte Christ — in Klammern gesetzt — irgendetwas Verletzendes für das Judentum heraus gelesen werden konnte. Nichts hat mir ferner gelegen, als dem Judentum in irgendeiner Weise nahezutreten. Ich habe lediglich eine allgemeine übliche Form, wenigstens in zahnärztlichen Kreisen, angewandt, ohne auch nur im entferntesten daran zu denken, daß ich damit irgendwie beleidigend gegen die Juden werden könnte. Für mich sind meine w. Patienten alle gleichwertig, ob Christ oder Jude, ob arm oder reich, hochverehrter Herr M . . . .! Ich bitte Sie höslichst, meine Ansicht und Anschauung in dieser Sache allen denen offenbaren zu wollen,