Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- O. M. Berlin
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 318 (sequence 2)
- Language
- German
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318 Im deutschen Reich. 3Std. Fahrt. Auskunft R. G. postlagernd Steglitz II." — So kämpfen tapfere Antisemiten, indem sie unter der Maske der Anonymität einen jüdischen Arzt zu verleumden suchen, der sich seit 21 Jahren des Vertrauens der Bevölkerung erfreut. Der Name des Einsenders ist unschwer zu erraten. Von einem Manne in seiner Stellung sollte man gerade etwas mehr christliche Nächstenliebe erwarten! Dr. F. und Dr. K., Verlrn. Selbstverständlich können wir es nicht billigen, wenn Vereinsmitglieder unter ausdrücklicher Berufung aus ihre Zugehörigkeit zum Central- Verein Vereinsmitglieder um Zuwendung ihrer Kundschaft ersuchen. Die Ausnützung der Zugehörigkeit zu einem idealen Aufgaben dienenden Verein für geschäftliche Zwecke ist immerhin geeignet, Anstoß zu erregen und sollte deshalb unterbleiben. Eingesandt Berlin. Wir bemerken wiederholt, daß anonyme Einsendungen grundsätzlich in den Papierkorb wandern. G., Ehaxlottenburg. Wenn in dem Inserat der Elektrizitäts- und Wasserwerke der Stadt Aachen (Elektrotechnische Zeitschrift vom 25. März d. Js.) bei Bewerbungen um eine Stellung als Elektroi n g e n i e u r die Angabe der K o n f e s s i o n s Verhältnisse verlangt wird, kann man dies nicht unbedingt auf antisemitische Vorurteile zurücksühren. In der Aachener Stadtverwaltung dürfte man nicht nur aus die Religion, sondern auch auf die K o n s e s s i o n der Bewerber Wert legen. Die Kaufe s s i o n a l i s i e r u n g aller Verhältnisse, die auch anderwärts bedenklich um sich greift, ist aber nicht nur von jüdischer Seite zu beklagen und zu bekämpfen. I., Kosen. Der betreffende Herr in I. hat auf unser Schreiben geantwortet, er sei uns für unsere Mahnung dankbar, finde jetzt selbst, da er Jude sei, den Inhalt seines Inserats nicht richtig und werde ein solches Inserat nicht wieder erlassen. Damit ist die Angelegenheit erledigt. M., Hamburg. Daß in der „Pharmazeutischen Zeitung" von dem Besitzer der dortigen Viktoria-Apotheke, Herrn L. Sander und von Herrn E r n st N i tz e, Hamburgs t. Pauli 6 für Defektur und Ablösung in der Rezeptur nur „ch ti ftlich e" Herren zur Bewerbung aufgefordert werden, trotzdem