Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 315 (sequence 5)
- Language
- German
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Briefkasten. 315 d i e B e h a u p t u n g, d a ß in j ä m 11ichen preußis ch e u I ü g e r b a t a i l l o n e n Juden nicht zu O b e r j; a $ e x n , a u ch nicht einmal z n Gefreiten befördert werden, zutreffend ist. An unsere Mitglieder! Wir bitten, irgendwelches Material betreffs Z u - r n ck s e tz u n g jüdischer Soldaten unter keinen Umständen direkt an die Herren Parlamentarier senden zu wollen. Wir bearbeiten die einschlägigen Fälle zunächst selbständig und lassen dasjenige, was nach unfern Erfahrungen sich zur parlamentarischen Verwendung eignet, dann in geeigneter Weise verwenden. Die direkte Korrespondenz entspricht nicht den Wünschen der Herren Parlamentarier. Ferner bitten wir unsere Mitglieder, uns von jedem Falle einer jeden K a u f m a n n s g e r i ch L s w a h l, bei welcher der Deutsch-nationale Handlungsg e h i l f e n - B e r b a n d Kandidaten ausstellt, rechtzeitig Kenntnis zu geben. Die lokalen Organisationen (Ortsgruppen und Vertrauensmänner) müssen unter allen Umständen dahin wirken, daß sie von uns mit dem geeigneten Propagandamaterial und Informationen versehen iverden, damit sie in erfolgreicher Weise in die Wahlen eingreifen können. An keinem Platze darf eine Kaufmannsgerichtswahl stattfinden, in der wir nicht mit allen Kräften die antisemitischen Kandidaten (Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Berband) bekämpfen. Der Vorstand des Cerilral^Vcreins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. * Briefkasten. B. <£., Berlin. Unter der Ueberschrift „Russische Paßvorschriften für jüdische Aerzte deutscher Reichsangehörigkeit" hat die „Staatsbürger-Zeitung" die Naivität gehabt, sich zur Verteidigerin der von einer ganzen Reihe preußischer Aerztekammern als unzulässig betrachteten Paß-