Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- Freiburg i. Br.
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 311 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. nuu] des Slaventums §ot hemmen. Wenn diese Friedensstörer innerhalb des deutschen Lagers ausscheiden, werden sich deutsche Verbindungen jüdischen Glaubens sicher sreuen, daß endlich eine Zeit gekommen, in der alle Deutschen ohne religiöse Gehässigkeiten gemeinsam an ihren nationalen Aufgaben arbeiten können. HZ Basel, 3. April. Die bekannte, am Rheinfall gelegene Stadt Schaffhausen gehört zu den Plätzen in der Schweiz, die sich am längsten weigerten, den Juden dauernde Niederlassung zu gewähren. Erst als im Jahre 1869 ein neuer schweizerisch-fr-anzösischer Handelsvertrag abgeschlossen wurde, ließ sich diese Ausnahmestellung jüdischen Bürgern gegenüber nicht mehr aufrecht halten. Zurzeit wohnen in Schaffhausen acht jüdische Familien; einige Geschäfte, deren Inhaber Juden sind, gehören zu den ersten am Platze. Vor einigen Wochen ist der erste Jude als Stadtbürger ausgenommen worden. Es ist dies um so bemerkenswerter, als in Schaffhausen, trotz seiner 16 000 Einwohner, nicht wie in vielen anderen Städten von dieser Größe der Bürgerausschuß darüber bestimmt, ob ein Petent ausgenommen werde, sondern die ganze stimmberechtigte Bürgergemeinde hierüber zu entscheiden hat. Mit Ja stimmten 435, mit Nein 96. Das ist für den aufgenommenen Neubürger ein schönes Resultat und für die Wandlung der Gesinnungen der Bürger ein vortrefflicher Beweis. Der erste jüdische Stadtbürger Schaffhausens ist Herr Sigmund Wolf aus Gailingen in Baden, dessen Vater, Herr I s aa e S. W o l f, ein langjähriges, treues Mitglied des Central-Vereins ist. Ueremsriachrichleit. — lieber die ungewöhnlich umfangreiche und erfolgreiche V e r s a m m l u n g s t ä t i g k e i t, die im Central-Verein hier und auswärts im ersten Viertel dieses Jahres vorzugsweise durch den Vereins-Syndikus, Herrn Rechtsanwalt vr. Holländer, ermöglicht worden ist, hat an dieser Stelle infolge anderer dringender Mitteilungen noch nicht berichtet werden können. Auch jetzt noch müssen wir uns auf eine Aufzählung der