Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 15 (1909)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1909)
- Article
- Ratibor
- Date
- 1909-05-01
- Page
- 305 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Korrespondenz^. g r u ppe des C e n tral - Verei n s berichtete der Vorsitzende, Herr Or. Ei s n e r , über die Tätigkeit der Ortsgruppe im verflossenen Jahre. Darauf wurde der bisherige Vorstand durch Zuruf wiedergewählt. Herr Carl Stein seid erstattete dann Bericht über die Delegierten-Versammlung und die General-Versammlung. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles der Tagesordnung gab Herr Rabbiner Dr. Diene m a n n ein Referat: „Aus alten Akten der Gemeinde", in dem besondere Beachtung die Momente fanden, bei denen vor dem Kampf um die Gleichberechtigung in der Mitte des vorigen Jahrhunderts und von den Organisations- Bemühungen einzelner Gruppen innerhalb der deutschen Judenheit .zu erzählen war. ** Dosen, 1. April. Dem Leichenbegängnis des verstorbenen Stadtverordneten-Vorstehers, I u st i z r a t Sa l z , das am 21 Febr. d. I. hier unter ganz außerordentlicher Beteiligung aus allen Schichten der Bevölkerung auf dem israelitischen Friedhof stattgefunden hat, ist eine Trauerfeier vorausaegangen, der die Spitzen sämtlicher Posener Behörden beiwohnten, und bei der Oberbürgermeister Dr. Wilms der Bürgertugenden des dahingeschiedenen Stadtverordneten-Borstehers in ehrendster Weise gedachte. In der Stadtverordneten-Bersammlung geschah dasselbe durch den stellvertretenden Vorsitzenden, den Direktor des König! Friedrich-Wilhelm- Ghmnasiums, Prof. Dr. Thümen, der dabei ein Beileidsschreiben des Oberpräsidenten v. Waldow vorlas. Der Tahingeschiedene war ein treues Mitglied des Central-Bereins. □ Tissa, 10. April. Unter der Ueberschrift „Ein unl a u t e r e 1 G e f ch ä f t s k n i f f" druckt das „Lissaer Tageblatt" das an die „Berk. Neuesten Nachrichten" gerichtete Schreiben eines hohen Offiziers ab, in dem behauptet wurde, es habe in verschiedenen Fällen, in freuen öffentliche Anzeigen bk. Annahme veranlagten, „daß Offiziere Stand und Namen ohne weiteres an reiche jüdische oder andere Paroenütöchter zu verkaufen" bereit seien, „bei genauerer Nachforschung sich feststellen lassen, daß jene Anzeigen keineswegs von Offizieren, sondern von Heiratsvermittlern ausgingen, die. auf diese Weise heiratslustige, reiche Mädchen suchten." — Daß ein solcher „Geschäftskniff" von einzelnen Heirats-