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Im deutschen Reich · 1909-03-01 · Heft 3-4 (März 1909) · p. 265

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 3-4 (März 1909)
Article
Berlin
Date
1909-03-01
Page
265 (sequence 2)
Language
German
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^ürrcjpoittien^en. schah. Die Barer der betreffenden^ jüdischen Binder fühlten sich zwar durch das Vorkommnis gekränkt, waren aber wohl zu zaghaft, es zum Gegenstand einer Beschwerde bei der Vorgesetzten Behörde des Schulleiters zu machen. Von der Ansicht ausgehend, daß die jüdische Jugend gegen solche, das kindische Gemüt verbitternde Beleidigungen geschützt werden müsse, erachtete es aber der Vorstand des Central-Vereins für angezeigt, die Angelegenheit dem Großherzoglich-hessischen Ministerium des Innern, Abteilung für Schulangelegenheiten, mit der Bitte um Abhilfe zu unterbreiten. Darauf ist uns nachstehender Bescheid zugegangen: Darmstadt, 2. Februar 1909. Auf Ihre Beschwerde vom 7. Januar 1909 erwidern wir Ihnen, daß der Leiter der höheren Bürgerschule zu Hungen mit aller Bestimmtheit bestreitet, die Aeußerung: „Zum Betrügen ist es gut genug" gebraucht zu haben. Auch die übrigen Wendungen seien zum Teil nach Form und Inhalt entstellt wiedergegeben, zum Teil nur aus dein Zusammenhang zu erklären. Jedenfalls habe ihm die Absicht, jüdische Schüler in ihren Gefühlen zu verletzen, vollständig ferngelegen. Er gibt zu,- daß einige Ausdrücke besser unterblieben, bei ruhiger Ueberlegung auch nicht erfolgt wären. Wir haben den Referendar (?) Steuernagel für die Zukunft entsprechend bedeutet. Großherzoglich Hessisches Ministerium des Innern, Abteilung für Schülangelegenheiten. gez. Eisenhut. An den Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens Berlin, Lindenstr. 13, II. — Die im K. C. vereinigten Studentenverbindungen (Bavaria-Heidelberg, Thuringia-Breslau, Sprevia-Berlin, Licaria-München, Rheno-Silesia-Bonn, Ghibellinia-Freiburg und Viadrina-Darmstadt) haben ihren Tendenzparagraphen in folgender Weise feftgefegt: „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutsch-vaterländischer Gesinnungen. Sie haben den Zweck, den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Er-

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