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Im deutschen Reich · 1909-02-01 · Heft 2 (Februar 1909) · p. 116

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 2 (Februar 1909)
Article
G. K., Berlin
Date
1909-02-01
Page
116 (sequence 1)
Language
German
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Jur deutschen Reich. G. K , Berlin. Diesen Miß ständen kann mir dadurch abgeholfen werden, daß die zur Berliner jüdischen Gemeinde gehörigen Frauen es sich zur Pflicht machen, ihre Kundschaft allen Geschäften zu entziehen, deren Inhaber bei Aufforderungen zu Bewerbungen um Stellungen jüdische Bewerber ausschliehen. Da von den zahlreichen jüdischen Damen, die zu der Kundschaft der Firma GoschenhoferL R 0 e s i a c in Berlin gehören, gewiß viele ein reges Mitgefühl mit dem traurigen Los der jüdischen Stellungsuchenden haben, verweisen wir auf das fo£gcut>e tu der Nr. 1 des „Bert. Lokal-Anzeigers" vom 1. Januar 1909 befindliche Inserat: Korrespondent. Bei uns ist die Stelle eines Korrespondenten mit guter Handschrift sofort, eventuell per 1. Februar zu besetzen. Christliche Bewerbungen erbeten. Goschenhofsr & BoesiLe, Königliche Hoflieferanten, Lerpzigerstrcrtze 58. p., Berlin, Friedrich straße. An o npme Jus chriften werden voir uns nicht beantwortet. L). L., Breslnrr. Die den Reichskommers des B e r e t n. s deutscher Studenten betreffende Notiz der „Breslauer Morgenzeitung", in der unter der Neberschrift „W er bei den Antisemiten sitzt" verschiedene Ehrengäste aufgezählt wurden, die sich wahrscheinlich dagegen verwahren würden, selbst Antisemiten zu sein, ist unserer Aufmerksamkeit nicht entgangen. Diese Ehrentafel haben Stöcker und Liebermann v. Sonnenberg bei solchen Gelegenheiten so oft geziert, daß die von der dortigen Morgenzeitung genannten Herren allerdings wissen müssen, wo sie sitzen. Born „alldeutschen Chauvinismus" bis zum Antisemitismus ist eben auch nur ein Schritt. G. Vxcslau. Wir können Ihnen nur raten, bei Büchereinkäufen sich stets an einen Buchhändler Ihres Wohnorts, nicht aber direkt an den Verleger zu wenden. Der Ihnen bekannte Breslauer Buchhändler wird jedes Buch ebenso billig liefern wie die auswärtige Verlagsbuchhandlung. Direkte Bestellungen bei einem dem Besteller nicht genau bekannten. Verleger verursachen oft recht unliebsame Erfahrungen. So

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