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Im deutschen Reich · 1909-01-01 · Heft 1 (Januar 1909) · p. 58

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
15 (1909)
Issue
Heft 1 (Januar 1909)
Article
H., Karlsruhe
Date
1909-01-01
Page
58 (sequence 2)
Language
German
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58 Im deutschen Reich. lich oder im Privatleben prämiert wird, dünn wird überzärtlichen jüdischen Eltern der Wahn benommen werden, ihren „.hochbegabten" Lieblingen die Laufbahn durch die Taufe erleichtern zu können. Für den intoleranten „Hofzahnarzt" haben wir deshalb doch nichts übrig. Charaktervolle Juden werden ihm für feine „antisemitischen Goldfüllungen" nicht mehr die Taschen mit Gold füllen. — Ob der Zahnarzt Tr eb st in C o e th en, der in derselben Zeitschrift als Assistenten einen „Christen" verlangt, mit einem getauften Juden vorlieb nehmen würde, ist uns auch fraglich. Möge ihm eine recht zahlreiche antisemitische Kundschaft zuteil werden und kein einziger Jude in Coethen in die schmerzliche Lage kommen, feiner zahnärztlichen Kunst zu bedürfen! * SÄcherscha«. Ucuc israelitische IrrgenöDiichLrei ^Saxon'1. Unterhaltendes und Belehrendes aus alter und neuer Zeit. Herausgegeben von I. Herzberg: Sulamit. Jüdische Dichtungen aus alter und neuer Zeit. Herausgegeben von I. Herzberg. — Desg l. neue Folge. — Die drei -Kationen. Erzählung von Dr. Ludwig Philippson. Herausgegeben von I. Herzberg. Leipzig. Verlag von M. Kaufmann, Denn Herausgeber sind wir zu innigem Danke verpflichtet, nicht allein dafür, daß er sich der noch immer als Stiefkind behandelten jüdischen Jugendliteratur liebevoll angenommen hat, sondern auch dafür, daß er feine Aufgabe mit solchem Geschick und Geschmack durchgeführt hat! Die vorliegenden Bändchen enthalten fast durchweg Perlen jüdischer Dichtkunst, herrliche Ue&ertxagimgcu aus der Bibel, aus den Werken unserer mittelalterlichen Dichter, wie die besten Gedichte neuerer und neuester Zeit; auch kommt hie und da ein nichtjüdischer Dichter mit einer jüdischen Dichtung zu Worte. Der Prosa ist das letzte Bändchen (Die drei Nationen) gewidmet, das sicherlich durch seine lebendige Schilderung unseren jungen Freunden Lust bereiten wird. —Wenn wir uns für die Fortsetzung der Samminnq einen Vorschlag gestatten dürften, so wäre es der, in

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