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Im deutschen Reich · 1908-12-01 · Heft 12 (Dezember 1908) · p. 727

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 12 (Dezember 1908)
Article
Der Tiroler Landesverband für Fremdenverkehr
Date
1908-12-01
Page
727 (sequence 1)
Language
German
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Forint] cnte*. Vsmmschtes. Der Tiroler £anhe$vex$an& für FreMöenDerL'ehr. Trotzdeur der Alpenspoet dem Tirolerland einen von Jahr 51t Jahr steigenden Znsprrrch von Fremden. verschafft, die nicht desselben Glaubelts sind wie die Tiroler Bevölkerung, dieser aber dadurch zu einem dort früher nie gelaunten Wohlstand verhelfen, ist in dem Lande der „Glaubenseinheit" der religiöse Fanatismlls noch immer vorherrschend rrnd wird durch die anheimelnde ländliche Leutseligkeit nur stellenweise üüertünchr. In demselben Maßstabe, in nein der starke -Fremdenverkehr den Wohlstand der Tiroler steigerte, haben sich deren Anspruchslosigkeit und das freundliche Entgegenkommen gegen die dem Lande so nützlichen Sommergäste verringert. Es ist eine bekannte Tatsache, auf die wir durch eine Notiz in unserer „Liste antisemitischer Erholungsorte" in allen Sommermolraten seit langer Zeit regeluräßig verweisen, daß der F r c nt b e n v c r! c h r v e r e i n in Kitzbühel in Tirol Reklamebücher mit dem Stempel versendet: Beschluß der Generalversammlung 1897: „A u - f r a g e n v 0 n I u d c n bleiben 11 it b c r ü ck s i ch t i g t." Nun wird rnan sagen: „Eine Schwalbe macht keinen Sommer, ein antisemitischer Fremdenverkehrsverein irr Kitzbühel kann doch nicht für die in der ganzen Provinz Tirol herrschende Stimmung maßgebend sein." Aber das, was der Sekretär des La n desverbandes f it r F r e m d e n v e r k e h r in Tirol öffentlich äußert, wird man doch wohl dafür gelten lassen müssen! Uns liegt der vollständige Abdruck der Rede vor, die Br. H e i it r i ch Rohn, der Sekretär des Landesv erb alt des für Fremdenverkehr als Reichsra-srandidat der deutsch-nationalen Partei für die Ersatzwahl im Wahlkreise Innsbruck I in einer Wählerversauunlnng au: 4. November d. Js. gehalten hat. Sarin heißt es wörtlich: „Jur Interesse unserer bürgerlichen Erwerbsstäude muß ferner eilt Gesetz zuur Schlitze gegen unlauteren Wettbewerb dringend gefordert werden. Der: Wettbewerb im wirtschaftlichen Leben miifj sich jeder gefallen lassen. Aber die ehrlich

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