Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1908)
- Article
- A. B., Berlin
- Date
- 1908-12-01
- Page
- 725 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkasten. 725 sellschaft zur Berichtigung folgendes mitzuteilen: Das Personal unserer Detailverkäufer besteht aus vier Personen, wovon zwei Israeliten und zwei Christen sind; da einer der christlichen Berkaufer vor kurzem seine Stellung aufgab, mußten wir natürlich diesen Platz ersetzen, und demzufolge mußte cs vielleicht auffallen, daß wir einen christlichen Verkäufer annoncierten. Durch gütige Aufnahme dieser Zeilen werden Sie zu Dank verpflichten, Ihre ergebene C'horalion Co. nt. b. H. (Unterschrift.) F. K. Lhcrrlottenbrrrg. Der in der frommen Zeitschrift „Der Reichsbote" am 6. November veröffentlichte, mit H. H. tnnterzeichnete antisemitische Artikel „D e r s ch w e d i s ch e Tag"' verdient keine Entgegnung. Ueber Geschmacksachen läßt sich nicht streiten: wenn die Redaktion des „Reichsboten" es über sich gewinnt, diese abgestandenen „schwedischen Gabelbissen" ihrem Leser zu servieren, muß sie auch auf einen. Kreis von Anhängern rechnen können,Der auch unverdauliches Zeug verträgt. Der Urheber dieses Artikels H. H. ist vermutlich mit demselben Herrn identisch, der bereits im September vorigen Jahres die Spalten des „Reichsboten" und der „Staatsbürger-Ztg." mit den Artikeln „Dereat academia“ und „Jüdischer Umtrieb in Schweden" gefüllt und nicht nur im Novemberheft 1L07 unserer Zeitschrift durch eitlen von Herrn, Professor Di*. Klein, in Stockholm verfaßten Artikel eine blutige Abfuhr erlitten hat, sondern auch in der Zeitschrift „Die Welt" gehörig abgekanzelt worden ist. Gefährlich sind diese schwedischen Phantasie-Artikel deshalb nicht, weil der Verfasser Schweden entweder nur von flüchtigen Besuchen her oder auch nur vom Hörensagen kennt, und sich bei schwedischen Lesern mit einem Antisemitismus, der dort keinen Widerhall findet, nur lächerlich machen kann. Der eine Satz: „Ein schwedischer Tag wäre ein germanischer Tag!" beweist schon, daß der Verfasser die „Franzosen des Nordens" gar nicht kennt, oder mindestens von ihre:: wahren Gesinnungen keine Ahnung hat. Ein Pröbchen seiner G e s ch i ch t s k e n n t ni s bietet übrigens die Aeußerung von der „g e r m a n i s ch e n" Sendung Gustav Adolfs.