Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1908)
- Article
- [Ohne Titel] / Root, Elihu
- Date
- 1908-12-01
- Page
- 723 (sequence 10)
- Language
- German
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723 Veremsnachrichrn. — Im fast vollendeten 71. Lebensjahre ist am 10. November d. Js. in Leipzig Herr Selmar Frank entschlafen, der in dem Vorstände der dortigen, dem Central-Verein korporativ angeschlossenen Israelitischen Rcligionsgemeinde seit Fahren hervorragend tätig war und insbesondere als Vorsitzender des Ausschusses für das Armenwesen sehr verdienstlich gewirkt hat. Dreizehn Jahre gehörte der Dahingeschiedene als Mitglied unserm Centrat-Verein an, der ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahrt. — Am 24. November d. Js. ist der im 03. Lebensjahre stehende -Frühere Rittergutsbesitzer in Kornowatz, Ludwig Cohn, hier in Berlin plötzlich am Gehirnschlage verschieden. Der Verstorbene hat zehn Jahre hindurch nnserm Verein angehört, sich wiederholt als Vortragender in unseren Versammlungen betätigt und ist dabei stets mit Eifer für die Beteiligung der Juden an der Bodenkultur eingetreten. Er hat als Sachverständiger aus diesem Gebiete seiner reichen Erfahrungen auch für den Verein zur Förderung der Bodenkultur gewirkt iiub in anderen jüdischen Vereinigungen Dankenswertes geleistet, so daß ihm in weiten Kreisen ein ehrendes Gedächtnis gesichert ist. — Für die von uns beständig bearbeitete Angelegenheit des Verkehrs mit Rußland scheint uns ein von Herrn I a k o b H. Schiff in N e m U o r k in der Zeitschrift „American Hebrew" kürzlich veröffentlichtes Schreiben des a m erika n ische n S t a a t s s e k r e t ä r s E l i h u R o o t vom 19. Oktober d. I. von besonderer Wichtigkeit. In de;lw selben heißt es: „Nun zu Ihrer Anregung, a l l e n a nt erika - n ische n Staatsbürger n, die na ch R u ß l a n d m i i Pässe n reisen, eine g l ei ch m ä ß i g e Be h a n d l u n g z u siche r n , bei d e r i h r e A b st a in m u tt g v ö l l i g a u ß e r B e t r a ch t g e l a s s e n w i r d. Unsere Regieruug hat unverändert auf eine solche Behandlung gedrungen; unsere Verwaltung hat auch wiederholt die Angelegenheit der Aufmerksamkeit der russischen Regierung empfohlen und diese auf die Notwendigkeit hingewiefen, einen neuen Vertrag zu dem Zwecke abzuschließen, diesen Gegenstand zu regeln. Wir haben erst kürzlich einen ungünstigen Bescheid auf diesen Vorschlag erhalteal und darauf Rußland den Wunsch unserer Regierung übermittelt, eine g ü n z l i ch e R e v i s i o n u n d E r g ü n z u n g des Vertrages von 1832 anzubahneu, die den Bürgern