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Im deutschen Reich · 1908-12-01 · Heft 12 (Dezember 1908) · p. 713

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 12 (Dezember 1908)
Article
Rybnik
Date
1908-12-01
Page
713 (sequence 2)
Language
German
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Korrespondenzen. /Io Tätigkeit desselben int Dienste der Stadt während seiner 42 jährigen Zugehörigkeit zu den städtischen Körperschaften, hervorgehoben. In dem Schreiben werden die Anerkennungen betont, die Herrn Prager für seine Verdienste um das städtische Gemeinwohl durch die kommunale Auszeichnung als „Stadtältester" und durch die staatliche Würdigung in der Verleihung des Kronenordens bereits gezollt worden sind, und wird das lebhafteste Bedauern über das Scheiden des Herrn Prager aus dem Magistratskollegium ausgedrückt. O Mrslowitz. 1. November. Dieser Tage kamen 54 jüdische Familien aus dem Gouvernement Cherson hier durch, um sich, nachdem sie in der alten Heimat ihren landwirtschaftlichen Besitz verkauft haben, nach Argentinien zu begeben, wo sie auf den Baron Hirschschen Kolonien, angesiedelt werden. Wie billig sie ihren Besitz losschlagen, geht daraus hervor, daß sie für den besten Boden pro Morgen nur 5 Rbl. erhalten haben. C7 Köln a. Ah., 10. November. Nach den in dem dritten Rechenschaftsbericht des „I u g e n d v e r e i n s G a b r i e l R i e ß e r" enthaltenen Angaben zählte dieser in der Zeit vom Oktober 190? bis Oktober 1908 406 aktive und 110 inaktive Mitglieder, zusammen 516 Mitglieder. Der Verein veranstaltete im verflossenen Jahre 14 Diskussionsabende über jüdische Themen und zwölf über Thetnen allgemeiner Natur. Viele Anregung boten die Rede- und Diskütierübungen; die Vorträge über „Gesellschaftliche Unterschiede" und „Was muß jeder Staatsbürger von der Verfassung wissen" verdienen besondere Erwähnung. Eines starken Besuchs erfreuten sich auch die Sprachkurse ^Französisch, Englisch und Italienisch) sowie der stenographische Kursus für Anfänger. Vom Januar 1909 ab ist die Abhaltung eines Kursus über die Grundfragen des Judentums und seiner Ethik geplant. Es verdient hervorgehoben zu werden, daß es der jüdischen Jugend in Köln gelungen ist, um den Namen Gabriel Rießer Männer der verschiedensten religiösen Richtungen zu sammeln . und in zahlreichen jungen Männern Verständnis und Begeisterung für den Gedanken zu wecken, daß es für alle Juden ein gemeinsames Arbeitsfeld gibt. Bei6eT£erg, 2. November. Der Synagogenrat von T a n b e r b i s ck> o s s b e i m , dem bei der jüngsten Anwesen-

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