Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 11 (November 1908)
- Article
- E. M., Berlin
- Date
- 1908-11-01
- Page
- 653 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Brieftasten. 653 zahlte jedoch, nachdem ihr durch die Post nachgewiesen war, daß sie die Sendung in Empfang genommen habe. Auf den Abschnitt der Postanweifung setzte sie aber nun versetzende Bemerkungen, und später erhielt die Firma noch eine Karte mit weit gröberen Auslassungen. Im Verlaufe des Beleidigungsprozesses bestritt die Frau, diese Karte selbst geschrieben zu haben. Diese Sache wurde dann durch Vergleich erledigt, da die Frau Abbitte leistete und sich bereit erklärte, die Kosten des Verfahrens zu übernehmen. Hinsichtlich dieser Kosten soll es aber auch noch zur Klage gekommen sein. A. I., ^xeslau. Da wir erwarten, daß die zahlreichen jüdischen Kunden darin, daß der Apotheker F. S e i s f e r t nur einen christlichen Herrn für die D e f e k t u r als geeignet hält, einen beachtenswerten Defekt erblicken, veröffentlichen wir hier den Wortlaut des nachstehenden in der „Pharmazeutischen Zeitung" vom 8. und 12. August d. I. enthaltenen Inserats: „Suche zum 1. Oktober ch ristl., einpfohl., examin. Herrn für Rezeptur sowie tüchtig, jung. Herrn für Defektur und Ablösung. Wohnung und Kost abgelöst. Offerten mit nur besten Referenzen erbeten. Breslau Ist F. Seisfert." In einer der letzten Nummern der „Pharmazeutischen Zeitung" befand sich ein noch stimmungsvolleres Inserat, das nachstehenden Wortlaut hatte: Zum 1. Oktober gewandter, ev. unexaminierter Herr (Christ) gesucht. Berlin N. 28, Arkonaplatz 5, Arkoncr-AxotheLe. Die in der Gegend des Arkonaplatzes wohnenden jüdischen Aerzte dürften sich für diese recht weitgehende konfessionelle Gesinnungstüchtigkeit des Besitzers der Arkona- Apotheke interessieren.