Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 11 (November 1908)
- Article
- Posen
- Date
- 1908-11-01
- Page
- 639 (sequence 2)
- Language
- German
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Korrespondenzen bo') technische Verbesserungen allmählich einznsähren. Wer die Berhälllnsje kenne, wisse, daß die polnischen U n r e r n e h ln u u g e n e i rr e in eil s eh t e ch l e r e I >n s e x a t e n - l n n d s chaft bitdeien, nie die fremden Kiemen. Die pol nischen Inserenten verlangten unmöglich Hohe Rabatte und zahlten die Iuserrivusgeoühreu möglichst unpünktlich. Der größte Teil der polnischen Saufleutc und Gewerbetreibenden zeige in der polnischen Presse überhaupt nicht an. Es gebe ancy polnische Firmen, die unter völliger Ignorierung der polnischen. Presse sich lediglich nur deutscher Blätter zu Jnsernvnszweeken bedienten. Selbst der „Postemp" bemerkte zu der ihm zugegangeneu Beschwerde, daß er bei der Zurückweisung fremder Inserate schlechte Geschäfte ruache. Es ist läugst bekannt, daß die polnische Presse ohne die „fremden" buizeigen zmn wohl größten Teile gar. nicht bestehen könnte. Die deutschen Gelder werden gern genommen, durch desto eifrigere Aufforderungen zur Boykottierung aller deutschert Geschäfte glaubt mau der Sünde wider den polnischen NaLionalgeist wieder bloß zu werden." * (: i Hohenscrlza, 4. Oktober. Der feierlichen Einweihung der hier neuerbauten Synagoge haben Oberpräsident v. Waldow, Regierungspräsident Or. von Günther, Landrat Dr. Bilresch, die beiden Bürgermeister, ferner Auftor Becker als Vertreter des im Manöver befindlichen Regimentskommandeurs, sowie der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung aur 24. v. Mts. beigewohnt. Nachdem der Oberpräsident mit anerkennenden Worten dem Rabbiner I)r. Kohn den ihm verliehenen Roten Adlerorden IV. Klasse übergeben hatte, betraten die Festgäste unter den Klängen der Hymne: „Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre" die Synagoge. Dann folgten verschiedene Psalmen, vorgetragen von einem aus Herren, Damen und Kindern der Gemeinde gebildeten Chor unter Leitung des Musiklehrers Anderlik und begleitet von der Regimentskapelle des Infanterie-Regiments Nr. 140. Die Kestrede des Rabbiners Dr. Kohn behandelte den Text: „Wie Ehrfurcht gebietend ist dieser Ort; das ist nichts anderes, denn ein Gotteshaus, und hier ist die Pforte des HimmeW."