Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 11 (November 1908)
- Article
- Ratibor
- Date
- 1908-11-01
- Page
- 638 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Im deutschen Reich. 6o<S hat die zaw Abbruch bestiminte 2 y n a g o g e in Ezie - s ch o w a, einen mehrere hundert Jahre alten Holzbau, käuflich erworben. Nachdem die Regierung ihre Genehmigung er teilt hat, ist das Gebäude nunmehr durch die drei Borsteher, Aufrichtig (Koschentin), Fuß (jetzt Beutheu-, unb Hermann Brauer (Woischnik), vor dem Amtsgericht Lublinitz aus. gelassen worden. Pfarrer Urban läßt das Gebäude nicht abbrechen: er hat es nur zu dem Zwecke erworben, uni es als altes Baudenkmal zu erhalten, hat die der Ausbesserung bedürftige Synagoge renovieren lassen und sie der Synagogengemeinde zur Verfügung gestellt. Ferner hat Pfarrer Urban den genannten drei Vertretern der Syna gogengemeinde versprochen, bei einem etwaigen Wegzug von Sodow oder beim Verkauf der Synagoge dafür Sorge zu tragen, daß die Synagoge niemals profanen Zwecken preis gegeben wird, sondern so lange als möglich ihrer Bestimmung erhalten bleiben soll/' tt Kosen, 18. Otrober. Das „Posener Tageblatt" de richtet über das I n s e r a t e n g e s ch ä s t d e r p o l n i s ch e u Presse: „Im „Postemp" beklagte sich kürzlich ein polnischer ziailfmann darüber, daß die polnischen Zeitungen auch An zeigen von ni ch t p o l n i s ch e n, insbesondc rc jüdi - s ch c n K aufleute n aufneh^nen. Der „Kuryer" führt hierzu aus, es stehe fest, daß die Anzeigen nichtpolnischer Firmen in Widerspruch ständen zu der von den polnischen Blättern verkündeten Parole: „Kauft nur bei Polen!" In der Theorie hätten demnach alle diejenigen recht, welche von den polnischen. Blättern die Zurückweisung von Anzeigen nichrpolnischer Firmen verlangten. In der Praxis seien jedoch die Verleger der polnischen Blätter nicht in der Lage, diesem Verlangen stattzugeben, da sich die polnischen Verlagsgeschäfte dadurch ruinieren würden. Es sei dies traurig, aber wahr. Der „Kuryer" bemühte sich allerdings nicht besonders um Anzeigen nichtpolnischer Firmen, die ihm angebotenen Anzeigen fremder Firmen könne das Blatt jedoch nicht zurückweisen. Die polnischen Blätter, die kein Spekülatwnsobjert bilden dürften, hätten die Pflicht, sich eine materielle Existenz zu sichern und ans dieser Grundlage auch redaktionelle und