Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1908)
- Article
- Hannover
- Date
- 1908-10-01
- Page
- 584 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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584 Im deutschen Reich. gewissen Grade für den Erfolg der Ausbildung mitverantwortlich fühlt, können nur körperlich taugliche und geistig gut entwickelte Nachsuchende mit einwandsfreien Führungszeugnissen berücksichtigt ioerden. Erwünscht ist der Nachweis einiger Mittel für die Gegenwart oder die Zukunft. Alle Anfragen werden durch das Bureau der Alexander und Fanny Simonschen Stiftung, Hannover, Hansahaus Regidientorplaü, mngehend erledigt. (:) München, 2. September. Die Augsburger „Post- Zeitung" hatte kürzlich bei Besprechung der Frage, ob inan in Preußen künftig Juden zu Offizieren machen werde, von denn früheren i t a l i e n i s ch e n K r i e g s m i n i st e r O t t o - len g hi eine Bemerkung gebracht, die feine nächsten Verwandten veranlaßt hat, an das Augsburger Blatt ein Schreiben zu senden, in dem gesagt wird: „In unserer Eigenschaft als Bruder und Neffe des verstorbenen Generals Ottolenghi und auch im Namen seiner Witwe protestieren wir hiermit gegen die dem General in Ihrer Zeitung zugeschriebene Phrase i „Er würde lieber einen Soldaten in einem öffentlichen Hause sehen, als in einer katholischen Kirche." Wir unb alle, welche den General gekannt haben, können versichern, daß solche Worte von ihm niemals ausgesprochen wurden. Die große Mehrheit der italienischen Soldaten ist katholisch, und er dachte zu edel und hatte zu viel Takt, als daß jemals solche Worte hatten über seine Lippen kommen können. Wir nehmen an, daß Sie von schlecht informierten Berichterstattern getäuscht worden sind, und erwarten, daß Sie in der nächsten Nummer Ihrer Zeitung Ihre falsche Mitteilung berichtigen werden." — Unseres Wissens ist diese Berichtigung in der Augsburger „Post- Zeitung" nicht veröffentlicht worden. —- Uixxn&etg, 9. September. Zur Revision des sogenannten Judenedikts von 1813 nahm hier gestern der Landesverband israelitischer K u l t u s g e m e i n - d e n Stellung. Nach längerer Debatte wurde beschlossen, die Vorbereitung der Revision einer fünfgliedrigen Kommission zu übertragen. In diese wurden gewählt die Rabbiner I)r. Kahn (Ansbach) und Dr. Neubürger (Fürth), bic Kultusvorstände Justizrat Held (Nürnberg), Justizrat Ofner, (München) und Siegmund Frünkel '(München). Als Stellvertreter