Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 9 (September 1908)
- Article
- David Kaufmann [Rezension]
- Date
- 1908-09-01
- Page
- 540 (sequence 2)
- Language
- German
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540 Im deutschen Reich. Kaufmann auch bei dem weiblichen Teile unserer Glaubensgemeinschaft größere Verbreitung zu schaffen, indem er 1893 der Frage: „Wie heben wir den religiösen Sinn unserer Mädchen und Frauen?" eine kleine Schrift widmete, die wir ebenfalls in der vorliegenden Sammlung finden. Sicher enthalten die darin gemachten Vorschläge viel Beachtenswertes, wenn auch nicht alles durchführbar erscheint. Besonders hervorgehoben fei noch die treffliche Charakteristik der so häufigen literarischen Zerrbilder der Juden. Kaufmann sagt darüber S. 58: „Haben die gezeichneten Schwächen und Sünden mit dem Judentum schlechterdings nichts zu tun, in dessen Kerbholz sie aber nichtsdestoweniger eingeschnitten werden, dann hat sich der Dichter zum Anwalt einer Ruchlosigkeit, zum Anschürer niederer Leidenschaften, zum Verleumder und Lügner erniedrigt. Wer vom Judentum nichts anderes als krumme Nasen, verderbte Sprache, Wucher und schmutzigen Geiz auszusagen weiß, den kann aller poetische Firnis von dem Vorwurf barer Roheit nicht entlasten." . . . „Jedes Zerrbild eines Juden steigert den schlummernden oder lauernden Judenhaß". Es mag erlaubt fein, bei dieser Gelegenheit unseren Mitgliedern die Notwendigkeit einzuschärfen, dramatischen Aufführungen, in welchen derartige Karrikaturen Vorkommen, unter allen Umständen fernzubleiben. C. G. Gingesandt. Der Bismaräkfcrckelzug der Bonner Studentenschaft. In früheren Jahren wurde der Bismarekfackelzug von der „Vertreter-Versammlung der Bonner Korporationen mii Ausschluß der konfessionellen Verbindungen" (V.-V.) veranstaltet, der alle Bonner Korporationen mit Ausnahme der katholischen Verbindungen und der (jüdischen) Verbindung in K. C. „Rheno-Silesia" angehören. In diesem Jahre hatte di« V.-V. der dankenswerten Anregung des Rektors Folge ge geben und auch den katholischen Verbindungen, nachdem dies ein schriftliches Gesuch an die V.-V. eingereicht hatten, di Teilnahme am Fackelzug gestattet. Um die Einigung de Bonner Studentenschaft vollständig zu machen, suchte de Rektor auch die Teilnahme der Verbindung im K. C. „Rhenc