Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1908)
- Article
- R. S., Berlin
- Date
- 1908-07-01
- Page
- 466 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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466 Im - deutschen Reich. Bankbuchhalters hätte erlangen können?" — Daß einzelne Juden Reichsbank-Agenten sind, steht nicht im Widerspruch mit dieser Darstellung; in dem Bureau der Reichsbank hat unsers Wissens noch kein Jude eine Anstellung gesunden. Warum? Darum! Daß sich noch kein Jude um eine solche Stellung beworben haben soll, ist,wenig glaublich; die Gründe zur Ablehnung sind aber wohlfeil wie Brombeeren. K. D., Berlin. Ueber die Anschauungen, die jetzt in den „Vereinen deutscher Studenten" vorherrschend sind, gibt ein in Nr. 7 der „Akademischen Blätter" (Zeitschrift des Khffhäuser-Verbandes der Vereine deutscher Studenten) enthaltener Artikel Ausschluß, der sich mit dem Fuxenunterricht befaßt. Es heißt dort: „Seinen eigentümlichen Wert verkennt der völlig, der — man hat mir von einem solchen Fall erzählt — ein ganzes Seme ft erlang aus der Juden- und Rassenfrage her umreit et, ganz abgesehen davon, daß heutzutage, wo der gesellschaftliche Antisemitismus ja doch so ziemlich ein Gemeingut der akademisch Gebildeten geworden ist, gerade die Judenfrage gegenüber den achtziger Jahren ganz unendlich an Bedeutung verloren hat und gerade sie eine so ausführliche Erörterung zurzeit kaum mehr lohnt." Trotzdem legt der Verfasser des Artikels, Dr. Kormann, seinen Fuxenstunden einen Lehrplan zugrunde, in dem gleich der erste Punkt des zweiten Abschnittes der Ueberschrift aufweist: „Nationale Fragen, im besondern „I ud en fr a g e". vr. Kormann muß demnach die Erörterung doch für lohnend halten; das ist auch der Fall, wenn auch nicht in dem rückschrittlichen Sinne des „Vereins deutscher Studenten". S., Berlin. Die löbliche Absicht verkennen wir keineswegs, aber diese Absonderung dürfte nur dazu führen, den bestehenden Handlungsgehilfen-Vereinigungen, die Juden zu ihren Mitgliedern zählen oder gern aufnehmen, jüdische Mitglieder zu entziehen, was keineswegs wünschenswert ist, vielmehr nur dem Wunsche des antisemitischen Verbandes entsprechen würde. Das Organ des Deutschnationalen Verbandes, die „Deutsche Handels-Wacht", brachte dies am 15. Juni wie folgt zum Ausdruck: „Der Jüdische Handlungsgeh i l f e n - V e r b a n d bezweckt die Förderung der geistigen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder und die