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Im deutschen Reich · 1908-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1908) · p. 450

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1908)
Article
Berlin
Date
1908-07-01
Page
450 (sequence 6)
Language
German
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450 Qm deutschen Reich. können. Indessen kommt nun der Schlußeffekt.' Oben am Kopfe des Werbebriefes erblickt man einen mit einem Knüppel um sich schlagenden Deutschnationalen, der auf der einen Seite einen neben ihm stehenden Sozialdemokraten verhaut. Auf der anderen Seite zeigt sich ein als überaus ängstlich dargestellter junger, jüdischer Mann, der jetzt an die Reihe kommt. Mit solchen lächerlichen Dummheiten kämpft der deutsch-nationale Handlungsgehilfen-Berband, mit dem sich die anderen Verbünde verschmelzen sollten!" — Wie die „Freisinnige Zeitung" berichtet, soll von Stettin aus kürzlich bei dem a n t i s e m itische n „D eut - s ch e n V o l k s b u n d c" wegen einer aus geklagten Forderung von etwa 21 Mk. gepfändet worden, die Pfändung aber fruchtlos ausgefallen sein, weil nach Angabe des Geschäftsführers Ga low p f ä n d b a r e S a ch nt n i ch t v o r h a n d e n w a r e n. Ter Bolksbund fristet offenbar nur noch ein Scheindasein wie sein Hauptorgan die „Deutsche Hochwacht", die eine zeitlang täglich in Stettin erschien, jetzt aber nur monatlich in Berlin einige Male herausgegeben wird. Der ehemalige Chefredakteur der „Deutschen Hochwacht", Thom. Hübbe, soll, nach einer Mitteilung des Stettiner „Bolksboten", als Redakteur an einer nationalliberalen Hamburger Zeitung, also an einem „philosemitischen" Blatte beschäftigt sein. * Königsberg i. pr„ 13. Juni. Unser langjähriges treues Vereinsmitglied, Rentier I a e o b Ki r s ch n e r vollvollendete am 1. Juni sein achtzigstes Lebensjahr. Aus diesem Anlaß berichtete die „Königsberger Hartungsche Zeitung": „Durch die freiheitliche Bewegung im Jahre 1848 kam Kirschner mit den damals im öffentlichen Leben hervortretenden Persönlichkeiten in Berührung, so mit Möller, Johann Jaeoby, Rupp, Sanier, Falkson u. a. Namentlich bei den Wahlen zeigte er rührigen Eifer als begeisterter Anhänger der Fortschrittspartei. Nachdem Kirschner drei Jahrzehnte geschäftlich tätig gewesen, zog er sich ins Privatleben zurück und widmete sein Interesse gemeinnützigen Bestrebungen. So ist er seit 32 Jahren im Vorstand des Handwerker'vereins, 33 Jahre versieht er das Amt des Bücher- und Kassenrevisors im Schlittschuhklub, von 1878 ab ist er Vorstandsmitglied im Tierschutzverein, sehr lange auch im Vorstande des Vereins für jüdische

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