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Im deutschen Reich · 1908-06-01 · Heft 6 (Juni 1908) · p. 382

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 6 (Juni 1908)
Article
K. C. Jahrbuch 1908 [Rezension]
Date
1908-06-01
Page
382 (sequence 2)
Language
German
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382 Fm deutschen Reich. Das K. C. Jahrbuch bringt auch in diesem Jahre dafür neue Beweise; der schäumende Most der alten Viadrinalieder hat sich mit der Zeit mehr und mehr geklart, und der Herausgeber gibt der echt vaterländischen und gutjüdischen Gesinnung den rechten Ausdruck, wenn er curt Schlüsse der Vorrede sagt: „Israel hat schon viel schlimmere Zeiten erlebt und überwunden als diese. Uns lebt die Hoffnung auf die Zukunft und der Glaube an das Gute im Menschen. Wachet auf!" Und wenn vr. Robert Lerchenthal in dem in dem Jahrbuch veröffentlichten „offenen .Brief" an Hans Block erklärt: „Juden und Deutsche sind wir und bleiben wir und blieben wir, auch wenn es keine Antisemiten gäbe", so ist das Fleisch von unserem Fleische und Geist von unserem Geiste. Wenn ein Teil der jüdischen Jugend es aber mit Hans Block hält, der Lerchenthal gegenüber betont: „Wir brauchen nicht schlechtere Juden Zu werden, um bessere Deutsche zu sein", so sehen wir auch darin keinen Zwiespalt. Das ist das Einigende, die beste Bürgschaft für die Zukunft der deutschen Juden, daß die gebildete jüdische Jugend, wenn auch auf verschiedenem Wege, doch darin übereinkommt, daß der gesinnungstüchtige deutsche Jude stets ein guter Deutscher sein muß und sein wird. A. L. - Meine Saaten, Festrede anläßlich feines jährigen Hamburger Amtsjubiläums, gehalten am 4. April 1908 von Dr. D. Leimdörfer. Verlag von Goldschmidts Buchhandlung, H amburg. In dieser, zum Besten des „Gabriel-Rießer-Bereins zur Förderung der Wissenschaft deS Judentums" veröffentlichten Festrede, finden wir nachstehende, von warmer Vaterlandsliebe durchwehten Sätze besonders beachtenswert: „Deutsche sind wir und wollen wir fein, beutfdie Sprache, deutsche Wissenschaft, deutsches Denken, und Dichten, deutsche Gesittung unb deutsche Bildung wollen wir pflegen als treue Jünger eines Moses Mendelssohn, eines Gabriel Rießer, dieses Hamburgers, der sich so große Verdienste um das Vaterland und die deutsche Judenheit wie um die Wissenschaft und Rechtsgelehrsarukeit in glühender Begeisterung für Deutschlands Größe erworben hat. Meine Gemeinde, in deren Verwaltung er kurze

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