Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 4 (April 1908)
- Article
- P. G., Berlin
- Date
- 1908-04-01
- Page
- 253 (sequence 3)
- Language
- German
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Briefkasten- 253 nicht die Stärke des Verbandes begründen. Wenn der Leipziger Verband wirklich auf diesen Speck auftetileit sollte, in i r d das a n t i s e m itische P r o g r a m m n a ch h e r b a 1 d iv i e b e r a u s der X a s ch e h e r a u s g e h o l t in e r d e n. D. O.. Berlin Welcher Art die Erfolge sind, die bei der Missionsarbeit zuweilen erzielt werden, zeigte eine Verhandlung gegen den zum Christentum bekehrten früheren jüdischen Handelsmann Emanuel Paenick, der sich am 27. Februar wegen Erpressung vor der ersten Strafkammer des Berliner Landgerichts II zu verantworten hatte. Von dem Vorstand der „Inneren Mission" mit einer Kollektenliste für das Magdalenenftift versehen, lieferte er von den in drei Tagen gesammelten 3,05 Mk. nur 1,50 Mk. ab und beanspruchte einen Tagelohn von 3 Mk. Danach richtete Paenick an den Pastor Lehneck beleidigende Briefe, von denen einer Drohungen enthielt und mit „I ube n ch r i st" unterzeichnet war. Der Vorstand des Instituts übergab die Briefe der Staatsanwaltschaft. Das Gericht hielt eine dreiste Erpressung für vorj liegend und erkannte auf eine Gefängnisstrafe von zwei Wochen. I p. Halle. Wir haben bereits in der „Frankfurter | Zeitung" gelesen, daß in dem jungen Studenten, der kiirzlich j um eine Benefizvorstellung des Fräulein Hedwig Reiner im j dortigen Steuert T h e at e r zu stören, beide Proszeniutnei logen mit 22 Eckenstehern und H erb er gslo gier g ästen besetzen [ließ, der Sohn des bekannten österreichischen Antis e m i t c n f it h r c r s G e o r g S ch ö n e r e r erkannt wurde. „Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm!" L. A.. Danzig. Der Professor an der Technischen Hochschule Dresden, Cornelius Gurlitt, hat sich im! „Handbuch der Architektur", 4. Teil, 8. Halbband, Heft 1, über S y n a g o g e n b a u t e u in einer nichts weniger als vorurteilslosen Weise ausgesprochen. Er hat nicht nur behauptet, daß dabei figürliche Malerei oder Bildnerei streng verpönt j sei, sondern auch wörtlich gesagt: „Die kunstfeindliche l Stellung des Judentums innerhalb der christlichen Völker wird kaum durch irgendeine Erscheinung besser gej kennzeichnet, als durch sein von den Juden selbst mit voller \ Offenheit ausgesprochenes Fernhalten der Kunst von den \ Stätten, die ihnen die heiligsten und ernstesten sind." Wir l haben diese Aeußerung Gurlitts einem der berufensten