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Im deutschen Reich · 1908-03-01 · Heft 3 (März 1908) · p. 142

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 3 (März 1908)
Article
Der deutsch-nationale Handlungsgehilfen-Verband als Friedensengel
Date
1908-03-01
Page
142 (sequence 6)
Language
German
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142 Im deutschen Reich. .L e nie v o n S e l b st a ch t u n g werden sie nicht die Schimpfworte von gestern heute vergessen; als kaufmännische Rechner werden sie selbst vergleichen, welche Krankenkasse gesicherter und leistungsfähiger ist; vor allen Dingen aber werden sie als Inden sich zu überlegen haben, ob sie in einer Standesvertretung solange zu ihrem Rechte kommen, als an ihrer Spitze Herr Schack und sein ganzer Stab von antisemitischen Agitatoren sich befindet. Wenn auch manches darauf hinweist, daß er seine Gesinnung revidiert, so wird er doch noch bessere Beweise fortschreitender Einsicht geben müssen als bisher, bevor man iijm glaubt, daß aus dem antisemitischen Saulus der vorurteilslose und freidenkende Paulus geworden sei. * * Jüdische Hlefe^veoffrzier-e. Bei der diesjährigen Beratung des Militäretats im Reichstage hat der Redner der freisinnigen Volkspartei, Abgeordneter Dr. Mugdan, die Frage der Behandlung jüdischer Soldaten im Heere aufs neue angeschnitten und nach dem stenographischen Bericht über die Verhandlungen folgendes ansgeführt: „Mein Freund Eickhoff hat vor mehreren Jahren 'einmal Klagen über die Ungerechtigkeiten vorgetragen, denen die Soldaten jüdischer Konfession ansgesetzt sind. In dieser Beziehung ist leider eine Besserung nicht eingetreten. Ich spreche nicht etwa davon — das will ich mit Absicht heute nicht tun —, daß man jüdische Einjährige noch immer zurückhält, Reserveoffiziere zu werden. Rein, die Sache ist schlimmer. Mir sind Fälle bekannt, in denen von vornherein der eintretende junge Mann, nur weil er Jude war, also zu einer Zeit, in der man von seinen Fähigkeiten körperlicher und geistiger Natur noch gar nichts wußte, von gewissen Jnstruktionsstunden sofort zurückgehalteu wurde, die andere nehmen müssen, die es eventuell zum Reserveoffizier bringen. Mir sind Fälle bekannt, in denen beim Eintritt des Einjährigen sofort in einer bestimmten Liste der Vermerk gemacht wurde, daß der junge Mann jüdisch ist. Kurzum, ich kann leider nicht davon abgehen zu behaupten, daß die Deutschen jüdischer Religion bei unseren!

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