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Im deutschen Reich · 1908-02-01 · Heft 2 (Februar 1908) · p. 119

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
14 (1908)
Issue
Heft 2 (Februar 1908)
Article
[Ohne Titel] / A. L.
Date
1908-02-01
Page
119 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Briefkasten. 1 IQ rnngen' gegangen, ein jüdischer Arzt habe in einer N ü r n - b erg er Kirche den düster geohrfeigt imb sei deshalb zu süns Tagen Gefängnis verurteilt worden. Zu dieser von uns wiedergegebenen Nieldung schreibt uns der Central-Berein deutscher Staatsbürger jüd^chen Glaubens, daß der .Verurteilte, ein Dr. Btatz aus Stettin, kein Jude sei." — Wir verweisen, diese Berichtigung ergänzend, aus die Mitteilung im vorigen Hest unserer Monatsschrift, daß der Verurteilte der Sohn eines L r o te st a n t i s ch e n Pfarrersist. — Von dem Inhaber der Firma Moritz Lewy Nachf. in Breslau erhielten wir folgende Zuschrift: „Ich danke Ihnen, daß Sie mir Gelegenheit geben, die durch meine im „Breslauer Generalanzeiger" am 26. November erlassene Anzeige erregte Mißstimmung beseitigen zu können. Die fragliche Anzeige wurde durch Telephongespräch dem „Breslauer Generalanzeiger" übermittelt. Hierbei ist dem betreffenden Annahmebeamten das Mißgeschick passiert, daß er die Worte „K rüstiger Laufbursche", wie ich sie gemeint, als „G h r i st - licher Laufbursche" verstanden hat. Erst nach zirka acht Tagen, als die Rechnung für das Inserat meiner Kassiererin zur Zahlung vorgelegt wurde, ist dieses Mißverständnis von derselben bemerkt worden, ohne daß ich davon unterrichten worden wäre,, sonst Hütte ich sofort Berichtigung beim „Breslauer Generalanzeiger" veranlaßt. Nachdem ich jedoch erst viele Wochen später Kenntnis von dem Vorfall erhalten, habe ich, um nicht die Sache weiter aufzubauschen, davon Abstand genommen. Sie dürfen überzeugt fein, daß ich weit entfernt bin, jüdisches Arbeitspersonal von einer Bewerbung auszuschließen, und daß es mir sehr. peinlich ist, durch diesen Vorfall, an dem ich vollständig unschuldig bin, Veranlassung zu Mnßstimmung gegeben zu haben." Briefkasten. G. L., Berlin. Nehmen Sie es der agrarischen „Deutschen Tageszeitung" nicht übel, daß sie den auch in liberalen Blättern veröffentlichten Bericht, wonach im Laufe der letzten Jahre sämtliche in den schlesischen Städtchen wohnhaft

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