Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1908)
- Article
- Koburg
- Date
- 1908-02-01
- Page
- 111 (sequence 2)
- Language
- German
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Beremsrrachrichten. 111 Verbot abermals beschlossen, uitb eigentiimlicheriveise sind ausschließlich Angehörige der Fortschrittspartei, die ihn beständig zu dieser Bedrohung der Gewissensfreiheit gedrängt haben. Glücklicherweise steht die Regierung auf dem menschen freundlichen Standpunkt, daß das Schächten im Interesse der Gewissensfreiheit nicht verboten werden dürfe. Peremsrmchrjchterr. -- In der an: Id. Januar ds. Is. im Saale des ,,Geselligen Vereins der Gesellschaft der Freunde", Berlin W., ab ge h alten en a l l g e m e i n e u- B e r s a ni m 1 u n g des Central- Vereins, welche überaus zahlreich besucht war, sprach Herr Professor Dr. Sitbttnij G e i g e r über „Ein D e n k m a l f ü r M o s e s M e n d e l s s o h n". Der Redner drückte in der Einleitung seines Vortrages die Ueberzeugung aus, daß Mendelssohn als I u d e, als D c u t f ch e r und als Mensch ein Denkmal verdiene. Als Jude sei er dieser Auszeichnung würdig, weil er die ntannigfachsten Gebiete des jüdischen Schrifttums als ein Kenner betreten, die fünf Bücher Mosis und die Psalmen in klassisches Deutsch übertragen, nicht nur in den Geist der heiligen Sprache und Poesie selbst tief eingedrungen sei, sondern auch diese weiterer: Kreisen und besonders der Jugend zugängig gemacht habe, weil er bemüht gewesen sei, das Licht der Aufklärung auch in die jüdischen Kreise Osteuropas zu tragen, in Deutschland aber durch Abfassung deutscher Predigten und durch Anregungen zur Herstellung eines zeitgemäßen Gebetbuches segensreich gewirkt habe. Wohlvertraut mit den wertvollen Schöpfungen mittelalterlicher Philosophen und Dichter, insbesondere der Werke des Maimonides, habe er diese Kenntnis weiterverbreitet; er habe aber auch durch Werke wie „Mauasse den Israel, Rettung der Inden" u. a. in. die rechtliche Stellung der Juden zu verbessern gesucht und sich schon durch die achtunggebietende Art, in der er die Zumutung, seine Religion zu verlassen, zurückgewiesen hat, einen Ruhmestitel erworben. Die von ihn: errungene Ehrenstelluug habe Mendelssohn in