Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 14 (1908)
- Issue
- Heft 1 (Januar 1908)
- Article
- Rosenberg i. Schl.
- Date
- 1908-01-01
- Page
- 44 (sequence 2)
- Language
- German
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44 Im deutschen Reich. Rede üb'r das gedeihliche Wirken des Central-Vereins, sowie über die im Februar d. I. in Berlin startgehabre Delegurrenversammlung, an der er selbst und Herr Sa!o Motzdorff aus Landsberg i. Schl, als Delegierte der Ortsgruppe reilgenommen haben. An den Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion an. 4- Stettin, 10. Dezember. In der hier erscheinenden „Deutschen Hochmach/, dem Organ des antisemitischen Deutschen Volksbundes, ist am 30. November folgende Erklärung veröffentlicht worden: „Herr Hans von Mosch har mich wegen Beleidigung und Verleumdung verklagt. Trotzdem hat dieser in der Versammlung am Donnerstag, 21. d. M., bei Keller, Köpenickerstraße, auf sein Ehrenwort erklärt, daß er mich nicht verklagt hätte. Ich stelle hiermit fest, daß Herr von Mosch unter seinem Ehrenworte die Unwahrheit gesagt hat. Ich bitte jeden Vundesbruder oder ehemaligen Bundesbruder, von der KlageZustellung bei mir Einsicht zu nehmen. Theodor Goulbier, Großmeister irmD. V. B., Berlin, Alte Schöohauserstr. 43/ — Ein neuer Beitrag Zum Kapital: „Die Ehre und die Antisemiten^! cf Hamburg. 10. Dezember. Der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband läßt seine hier im Holstenwall belegene Druckerei erweitern und hat die Herstellung der Heizungsanlagen der Firma Käferle in Hannover übertragen. Kürzlich fragte ein Schlossergeselle dort am Bau um Arbeit an, die ihm auch von dem mit der Leitung der Heizungsanlagen beauftragten Monteur zugesagt wurde. Als er sich aber pünktlich zum Arbeitsantritt einstellle, erklärte ihm der Monteur, er könne ihn nicht Zur Arbeit zulassen, da er ein Jude fei. Der Schlossergeselle erhielt sein Buch Zurück und Zog ab. Infolge der Besprechung dieses Falles in hiesigen Blättern verwahrt sich die hiesige Leitung des Demschnationalen Handlungsgehilfen-Verbandes dagegen, der Firma Käferle kontraktlich die Verpflichtung auferlegt Zu haben, bei jenen Arbeiten am Vau keine Arbeiter jüdischen Glaubens zu dulden. Um so wünschenswerter ist, daß die Firma Käferle- Hannover, die zur Entschädigung des jüdischen Schlosserg'Hilfen verpflichtet ist, vor dem Gew-'rbegericht zur Rechenschaft gezogen und zur Leistung der Entschädigung verurteilt wird. < Straßburg L E., 20. Dezember. Der im vorigen Hefte dieser Z irschrist veröffentlichte, der Mannheimer „Voltsstimme" entnommene Bericht aus Straßburg ist inzwischen in einem Artikel der liberalen „Straßburger Post"" . als unzutreffend