Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1907)
- Article
- Germersheim
- Date
- 1907-12-01
- Page
- 707 (sequence 1)
- Language
- German
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Korrespondenzen 707 □ Gerwersheirn, 1. November. Unferm am 24. v. M. hier im 76. Lebensjahre verstorbenen Vereinsmitgliede, Hoflieferant Wilhelm Kahn widmet der hiesige „Generalanzeiger" einen ehrenden Nachruf, in dem hervorgehoben wird, daß der Verstorbene, der seit 1869 bis zu seinem Tode hier als Stadtrat sich hervorragende Verdienste um seine Vaterstadt erworben habe, „ein echt deutsch und gut bayerisch gesinnter Mann gewesen, ein Stadtrat, wie sie alle sein sollten: offen, frei und kein Kopsnicker." Zur Trauerfeier hatten sich staatliche und städtische Beamte, der gesamte Stadtrat, auch viele Offiziere in der Wohnung des Verblichenen eingefunden. Vezirksrabbiner Dr. Einstein hielt eine ergreifende Ansprache an die Trauerversammlung, zu der Angehörige aller Konfessionen zählten. X Rexirrgen, 15. Nooemoer Die von dem Landesausschuß für Württemberg hier veranstaltete Central-Vereins- Versammlung erzielte den erfreulichen Erfolg, daß sämtliche 42 Gemeindemilglieder ihren Beitritt zum Central-Verein erklärten. Mannheim, 11. November. Die hier erscheinende Zeitschrift „Volksstiwme" veröffentlicht den nachstehenden, ihr aus Straßburg zugegangenen Bericht: „Am Ministerium für Elsaß-Lothringen besteht für die öffentliche Gesundheitspflege eine besondere Stelle. Dem „Medizinalreferenten" ist das ganze Gesundheitswesen des Landes unterstellt. Man kann sich demnach ausmalen, wie wichtig dieses Amt ist. Als nun vor einigen Monaten der bisherige Inhaber dieses Postens abging, wurde mit ziemlicher Bestimmtheit das Gerücht laut (das auch durchaus unwidersprochen blieb), als Nachfolger sei der außerordentliche Professor der Medizin an der Universität Straßburg, Dr. Levy, in Aussicht genommen. Tatsächlich schien dieser Arzt die geeignetste Persönlichkeit, den veraniwortungsreichen Posten auszusüllen. Als eifriger Bakteriologe genießt er in der wissenschaftlichen Welt einen Namen, und als Arzt hat er durch eine sehr ausgebreilete praktische Tätigkeit auch die genügende Fühlung mit dem Leben. Zudem hat er sich speziell in der Typhusbekämpfung um das Land ein unschätzbares Verdienst erworben. Nimmt man dazu, daß Prof. Levy sowohl von dem abgehenden MediZinalreferenten wie von seinen Fachgenossen an der Universität und in der Praxis besonders empfohlen war, sollte man doch meinen, daß die Reaieruna mit beiden Händen hätte zugreifen müssen. Aber