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Im deutschen Reich · 1907-11-01 · Heft 11 (November 1907) · p. 658

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 11 (November 1907)
Article
K. R., Breslau
Date
1907-11-01
Page
658 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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658 Zm deutschen Reich. nationalen Bekämpfung des Mädchenhandels" nur kriüklos eine verletzende Bemerkung in dem Bericht des Major a. D. Wagner-Berlin wiedergegeben. Worauf sich die Behauptung dieses Berichterstatters, daß die Mädchenhändler aus Rußland, Ungarn und Galizien weit vorwiegend Juden seien, stützt, weiß die «Schles. Volkszeitung" so wenig wie der Herr Major Wagner selbst. Eine konfessionelle Statistik für Mädchenhändler gibt es nicht; die bei Juden häufiger vorkommenden Namen sind noch keine Beweise dafür, daß die Träger derselben wirklich Juden sind. In den Ländern, in denen die Juden in bitterster Armut und Mißachtung ein würdeloses Dasein führen, mögen einzelne Zu dem schändlichen Gewerbe gegriffen haben; «vorwiegend" ist ihr Anteil an diesem Gewerbe in keinem Falle. Deutsche Juden sind nachweislich unter den Mädchenhändlern noch nie gesunden worden, wohl aber haben sie sich mit Eifer und Erfolg an der Bekämpfung dieses Unwesens beteiligt. Das wird von dem «Nationalgesinnten" Berichterstatter Major a. D. Wagner aber totgeschwiegen! O. B., München. Für die Uebersendung der Nr. 40 des dortigen Witzblattes «.Der Grobian" sind wir Ihnen verpflichtet. Dieser «Grobian" ist keineswegs witzig, sondern nur «grob". Oben proklamiert er als seinen Grundsatz «Der Wahrheit zur Ehr, dem Rechte zum Schutz, der Lüge, der Falschheit, dem Bösen zum Trutz!" Unten aber bringt er zu einem Bilde im Karlchen Mießnick-Stile die unwahre Behauptung, der Talmud sei ein jüdischer Katechismus, aus diesem Talmud ein falsches Zitat und nennt dieses einen Glaubenssatz! Uns erweist der «Grobian" nur einen Gefallen, wenn er in dieser Weife seinen Grundsatz auch fernerhin bestätigt und — wenn dies möglich ist — noch vergröbert. : Nsrmischtss» Antisemitische Berichterstattung. . Unter der Spitzmarke '„Wieder Einer" berichtete die 'antisemitische Wiener «Deutsche Zeitung" am 26. September: «Das Landgericht Elberfeld hat hinter dem 54jährigen jüdischen Notar und Justizrat Franz Joseph Rosenbaum, zu Mayen

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