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Im deutschen Reich · 1907-10-01 · Heft 10 (Oktober 1907) · p. 593

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
13 (1907)
Issue
Heft 10 (Oktober 1907)
Article
K. C., Berlin
Date
1907-10-01
Page
593 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Brieflasten der Redaktion. 593 Jahre 1905 in den preußischen Strafanstalten von den als rückfällig eingelieferten 2957 Strafgefangenen nur 17 Juden sich befanden. S. N. Hannover. Die Inhaber der Firma Rudolph Karstadt in Lübeck, Gebrüder Strahl, die im „Hannoverschen Courier" einen „christlichen Abteilungschef" und „christliche" Kleiderstoff-Verkäufer suchten, sind Christen, reflektieren aber doch wohl auch auf jüdische Kunden. Die Firma Rudolph Karstadt hat ähnliche Warenhäuser in Hamburg, Braunschweig, Schwerin u. a. O. begründet — vielleicht in der löblichen Absicht, Zu beweisen, daß es mit der antisemitischen Agitation gegen die angeblich den Mittelstand ruinierenden Warenhäuser nicht weit her ist. Von antisemitischen Warenhäusern erdrückt Zu werden, müssen sich die antisemitischen kleinen Gewerbetreibenden zur Ehre rechnen. I. U.f Bonn. Ihre Vermutung, daß der Ihnen aus Jerusalem mit einem hebräischen Glückwünsch zugegangene Mahnbrief des p. p. JoschuaZeilingold eine nicht zu unterstützende, fabrikmäßig betriebene Spekulation auf die Mildtätigkeit der Glaubensgenossen darstellt, ist vollständig zutreffend. Das Geschäft muß, da der Absender die polierten Kästchen den Aufwand für Druck zahlloser Briefe und für das kostspielige Porto bestreiten kann, sehr lohnend sein. Wir empfehlen dringend, bei allen solchen Zusendungen aus Jerusalem einfach Annahme zu verweigern, damit den Absendern die Lust vergeht, deutsche Juden zu brandschatzen. Nicht diese Art von palästinensischer Spekulation, sondern die durch den Antisemitismus vielfach geschädigten jüdischen Handwerker in Deutschland unterstütze man durch lohnende Aufträge. Charity begins at home! — Rechte Mildtätigkeit wirkt zuerst in der Heimat! L. S. in E. Die in der Zeitschrift „Bund der Landwirte^ enthaltene, der „Deutschen Tageszeitung" entnommene Notiz ist nur insofern interessant, als die von dem katholischen sächsischen Monarchen auf die Begrüßungsansprache des evangelischen Superintendenten in Radeberg gerichteten harmlosen Dankesworte „Wir sind auf einander angewiesen und müssen Zusammenhalten^ von der Redaktion des Organs des „Bundes der Landwirte" schleunigst zu dem folgenden gehässigen antisemitischen Kommentar ausgebeutet worden sind: „Dieses Königswort sollten alle guten deutschen Christen, evangelischer und katholischer

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