Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1907)
- Article
- Frankfurt a. M.
- Date
- 1907-10-01
- Page
- 589 (sequence 2)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 589 über die Natur der Neger nur ein Lächeln abnötigen werden. Diese Männer, die seit Zwölf Jahren iw Lande wirken, wisse:?, daß man mit derartigen Anschauungen nur wirtschaftliche Niederlagen vorbereitet." + Kassel,3. Septbr. Mit dem antisemitischen Bruderkriege in Kurhessen scheint es Ernst zu werden, da der Vorstand des Landesverbands der deutschen Resormpartei für Hessen Nassau, Großherzogtum Hessen und Waldeck hier beschlossen hat, unverzüglich mit eifriger Werbearbeit in den beiden zur Zeit deutsch-sozial vertretenen Reichstaaswahlkreisen Rmteln-Hofgeismar-Wolfhagen und Marburg-Kirchhain-Frankenberg, sowie in Waldeck zu beginnen. Auch bei den nächsten Landtagswahlen soll selbständig vorgegangen werden. < Leipzig, 10. September. Der Deutschnationale Handlungsgehilfen-Verband, dessen antisemitische Tendenz hinlänglich bekannt ist, scheut sich nicht, auch auf dem Brühl, dem Sitze des Leipziger Pelzwarenhandels, in dem zwischen Christen und Juden bisher die vollste Eintracht herrschte, Zwietracht zu säen. Vor kurzem beschlossen die Leipziger Pelzwarenhändler, die englische Arbeitszeit einzuführen; flugs benutzte der Deutsch-nationale Handlungsgehilfen-Verband diese Gelegenheit, eine Versammlung einzuberufen, zu der Chefs und Angestellte eingeladen wurden. Den meisten Besuchern der Versammlung mochte unbekannt fein, daß der Verein auf antisemitischem Boden steht; als dies in der Diskussion festgestellt wurde, verließen nach großen Tumulten fast sämtliche Angehörige der Pelzwarenhandels-Branche den Saal. Nur die Führer des Verbandes, (die mit dem Pelzwarenhandel nichts zu schaffen haben), und einige Verbandsmitglieder, die in hiesigen Pelzwarengeschäften tätig sind, blieben zurück. Das Auftreten des Verbandes wird fast in der gesamten Branche verurteilt; besonders wird bedauert, daß nicht nur einige christliche Firmen Mitglieder des Verbandes beschäftigen, sondern sogar ein eifriges Mitglied des Verbandes bei einer jüdischen Firma konditioniert. Gotha, 15. September. Wie aus einer Veröffentlichung der Gewerkschaft Hannashall zu Gotha hervorgeht, gehören dem von der Gewerkschaft am 28. September v. Js. gewählten Grubenvorstand an die Herren: Bankier Hans Wernick in Charlottenburg, Vorsitzender, Kaufmann Hans Andreae daselbst, Stellvertreter, I)r. Wilhelm Rosenberg, Landesadvokat in Lem-