Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 13 (1907)
- Issue
- Heft 9 (September 1907)
- Article
- Beruf, Konfession und Verbrechen [Rezension]
- Date
- 1907-09-01
- Page
- 532 (sequence 2)
- Language
- German
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„^jUiijien - ^euiiuy; „ Ä-'ie i\i uma ju^^ju^iycA. Berücksichtigung der Literatur geschrieben und zeichnet sich durch vertiefte, auf eigener Methode beruhende Verwertung des statistischen Materials aus.' Verfasser hat erkannt, daß die kriminalstatistische Forschung nur einseitige Ergebnisse liefern kann, so lange sie nur den einzelnen, einer bestimmten Auszählung zugrunde liegenden Zählfaktor in den Kreis der Betrachtungen zieht. Er fordert daher eine Kombination der Konfessionsmit der Alters- und Verufsstatiftik und untersucht die kriminal-ätiologischen Beziehungen zwischen Beruf und Konfession. Als Wichtigstes Ergebnis ist hervorzuheben, daß die Kriminalität der Juden in Deutschland nicht wesentlich von der Kriminalität abweicht, die nach ihrer Berufsverteilung zu erwarten ist. Wenn so - nach dem vom Verfasser geprägten Ausdrucke — die jüdische Traditionskriminalität immer mehr zurücktritt hinter der Berufskriminalität, so zeugt das einmal von dem fortschreitenden Assimilierungsprozeß unter den Juden, aber auch für die schon früher von mir betonte dominierende Stellung, die dem Beruf unter den sozialen Kriwinalitätssaktoren zukommt." — Wir behalten uns vor, auf diesen Gegenstand durch eine von fachmännischer Seite ausgehende Erörterung wieder zurückzukommen, im die antisemitischen Worthelden (u. a. der Abg. Fr. Raab in den „Deutsch-Sozialen Blättern") immer wieder das Steckenpferd der „Juden in der Kriminalstatistik" reiten und damit den „Bierbankpolitikern" zu imponieren suchen. Das Buch der jüdischen Witze. Von M. Nuöl. Verlag von Gustav Riekes Nachfolger. Berlin W. In dem vorigen Hefte dieser Zeitschrift ist bei den Aussührungen über „Innere Mission" (S. 409) gesagt worden: „Aus uns sieht man; wir sind von vielen unfreundlich gesinnten Beurteilern umgeben, haben auch zu viele alte Vorurteile zu besiegen, als daß wir uns den Luxus gönnen könnten, neue Vorurteile wach zu rufen." Zu diesem Luxus dürfte das vorliegende „Buch der jüdischen Witze" zu rechnen sein, in dem, wie die von dem Verleger beigefügte Empfehlung besagt, „der Verfasser den Rabbiner ebenso berücksichtigt, wie den Schnorrer, den Kaufmann, wie den Schadchen, den Lehrer wie den Schüler, die Schlucker